Olympia 2022: Langläufer Remi Lindholm klagt über eingefrorenen Penis - "unerträgliche Schmerzen"

Remi Lindholm verabschiedet sich von den Olympischen Winterspielen aus Peking mit der wohl kuriosesten Verletzung: Dem finnischen Langläufer fror während des letzten Wettkampfs der Penis ein, wie er nach dem Rennen finnischen Medien erzählte. Lindholm war dasselbe Missgeschick schon vor wenigen Monaten beim Wettkampf in Ruka passiert – nun wiederholte sich die Geschichte.

Remi Lindholm erreicht das Ziel im 30-km-Marathon.

Fotocredit: Getty Images

Die Winterspiele waren kalt. Sehr kalt.
Vor allem die Wettkämpfe in Zhangjiakou, nahe der Wüste Gobi, sorgten mit Rekordtemperaturen für Aufsehen. Um die Sportler nicht zu gefährden, mussten einige Wettkämpfe sogar verlegt werden.
Zusammenbrüche von Athleten, wie die der norwegischen Biathletin Ingrid Landmark Tandrevold oder der Schweizerin Irene Cadurisch, hinterließen bei den Fernsehzuschauern einen bleibenden Eindruck, allerdings kamen die beiden im Vergleich zu dem Finnen Remi Lindholm glimpflich davon.
Der 24 Jahre alte Langläufer berichtete der finnischen Presse nach dem Ski-Marathon, dass ihm wegen der eisigen Temperaturen der Penis eingefroren sei.
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Frenzel bei Staffelsilber völlig verausgabt - dramatische Szenen im Zielraum

Quelle: Eurosport

Lindholm zum zweiten Mal mit einer Frostbeule

"Ihr könnt euch sicher vorstellen, was gefroren war, als ich die Ziellinie überquerte", meinte Lindholm gegenüber der "Iltalehti".
Kurioserweise ist Lindholm mit dieser außergewöhnlichen Verletzung bereits vertraut: Beim Weltcup in Ruka (Finnland) im vergangenen November war dem 24-Jährige das gleiche "Kunststück" passiert.
Die jüngste "Frostbeule" scheint dem Olympia-Debütanten allerdings mehr zuzusetzen. "Es sind unerträgliche Schmerzen", beschrieb Lindholm seinen Zustand.

Nachwuchs keine Option mehr für Lindholm

Nach dem Wettkampf, bei dem der 24-Jährige den 28. Platz belegte, habe er sich intensiv um die Erwärmung seines besten Stücks bemüht, wie der Finne weiter ausführte: "Ich habe mir ein Heizkissen an die Hoden gehalten."
Geholfen habe das innovative Vorgehen allemal, nach 15 Minuten sei der Prozess zielführend abgeschlossen gewesen.
Dennoch rechnet der junge Langläufer mit bleibenden Schäden: Auf die Nachfrage, ob er denn glaube, noch Kinder zeugen zu können, erwiderte Lindholm trocken: "Nein, das glaube ich nicht."

Tipps aus dem eigenen Team hätten helfen können

Tipps gegen eine erneute Erfrierung hätte ihm möglicherweise sein Teamkollege Ristomatti Hakola geben können. Der 30-Jährige trägt bei Wettkämpfen immer spezielle Unterwäsche, um seine empflindlichsten Bereiche warm zu halten.
"Dafür ist es jetzt etwas zu spät", gab Lindholm nach dem abschließenden Langlauf-Wettkampf zähneknirschend zu: "Ristomatti ist schon am Freitag nach Hause geflogen."
Aufgrund der kalten Temperaturen war das traditionelle Abschlussrennen der Langlauf-Männer von 50 auf 28,4 km verkürzt worden. "Es ist schade, dass wir diesen traditionellen Abschluss nicht gut hinbekommen haben", befand Lindholm. Gold ging an den Russen Aleksandr Bolshunov.
Lindholm reist hingegen ohne Medaille aus Peking ab. An die Wettkämpfe wird sich der 24-Jährige dennoch länger erinnern - von einer kurioseren Verletzung wird kaum ein anderer Olympia-Teilnehmer berichten können.
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Unwiderstehlicher Antritt: Bolshunov fliegt zum dritten Gold in Peking

Quelle: Eurosport

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