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Olympia 2022 - Julian von Schleinitz im Podcast Hambüchen & Friends über Rennsimulator und Zukunft des Rodelns
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Publiziert 06/02/2022 um 19:29 GMT+1 Uhr
Die Mutter Volleyballerin und Olympiateilnehmerin, der Vater ein selbsternanntes "Multisport-Talent": Eine erfolgreiche sportliche Karriere war Julian von Schleinitz quasi vorbestimmt. Als Rodler wird er dreimal hintereinander Junioren-Weltmeister. In "Hambüchen & Friends - Der Olympia-Podcast" spricht von Schleinitz mit Moderator Fabian Hambüchen über Familie, Karriere und Peking.
Julian von Schleinitz
Fotocredit: Eurosport
Wenn der Arbeitgeber BMW einen Rennsimulator für den Motorsport hat, muss das für den Bobsport doch auch gehen? Das dachte sich Julian von Schleinitz und initiierte die 3D-Entwicklung eines Bob-Rennsimulators.
Der Ex-Rodler beendete 2018 nach sechs Junioren-Goldmedaillen seine Karriere und ist seitdem Rodel-Experte bei Eurosport.
Noch immer fest im Bobsport verankert, kam ihm die Idee des Rennsimulators. Die Datenlage über die Bahn in Peking sei ein Problem gewesen, weshalb die Bahn am Königssee vermessen, erfasst und als 3D-Modell gebaut wurde.
"Dann haben wir den Simulator gebaut und auf diese Bahn abgestimmt, bis die Sportler gesagt haben: "'Jetzt fühlt sich das gut an, so ähnlich ist das in der Realität.' Daraufhin haben wir ein Peking-Modell entwickelt anhand von Daten, die wir von den Rodlern hatten. Diese Modell haben dann die Sportler genommen und sich auf Olympia vorbereitet."
Der Olympia-Podcast mit Julian von Schleinitz
Der gebürtige Berchtesgadener war bei den Winterspielen vor vier Jahren für Eurosport am Mikrofon - bei Olympia 2022 in Peking ist er wieder dabei.
Die Begeisterung für die Sportart hat von Schleinitz nicht verloren. "Es ist eine tolle Sportart, das Training ist sehr vielseitig. Man verschleißt den Körper nicht."
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Quelle: Eurosport
Dennoch schaut er skeptisch auf die Zukunft seines Sports. "Es ist heutzutage schwieriger, die Jugend für Sport zu begeistern. Und beim Rodeln kommt hinzu, dass die Rodelbahn in Königssee verschüttet worden ist und unklar ist, wann die wieder aufgebaut wird. Ich fürchte, dass wir gerade dort einige Jahrgänge haben, wo wir dann keine Top-Rodler haben - genau die, die jetzt fehlen und nicht trainieren. Und warum sollten die sagen: 'Wieso sollte ich jetzt zum Rodelsport gehen und jeden Tag fünf Stunden nach Innsbruck pendeln?' Das wird schwierig."
Alle Folgen des Eurosport Olympia-Podcasts
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