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Olympia 2022: IOC-Präsident Thomas Bach trifft bald Tennisspielerin Peng Shuai und lässt Ermittlungen offen
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Publiziert 03/02/2022 um 15:23 GMT+1 Uhr
IOC-Präsident Thomas Bach wird sich im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Peking (live bei Eurosport) persönlich mit der chinesischen Tennis-Spielerin Peng Shuai treffen. Das bestätigte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees auf einer Pressekonferenz in Peking. "Wir werden das Treffen haben. Ich bin sehr glücklich und auch dankbar gegenüber Peng Shuai", erzählte Bach.
Beijing 2022 : Thomas Bach will meet Peng Shuai and is really enthusiast about it
Quelle: Eurosport
Die 36-Jährige, die im November vergangenen Jahres Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den ehemaligen chinesischen Vizepremier Zhang Gaoli erhoben hatte und danach komplett aus der Öffentlichkeit verschwunden war, habe die Erlaubnis erhalten, die strenge Olympia-Blase in Peking zu betreten, so das IOC.
Diese Blase soll dafür sorgen, dass möglichst wenige Corona-Fälle während der Olympischen Spiele auftreten.
Er selbst habe auf ein persönliches Treffen bestanden, betonte Bach. Dies sei eine Frage des Respekts und notwendig, "um zu erfahren, wie sie selbst die Situation sieht".
Auf die Nachfrage, ob er eine Untersuchung der Vorwürfe Peng Shuais von sich aus fordern werde, meinte er: "Es muss ihre Entscheidung sein. Es geht um ihr Leben. Es sind ihre Anschuldigungen."
Zensur befürchtet: Peng Shuai nahm Vorwürfe zurück
Daher wolle er zunächst einmal in einem persönlichen Gespräch mit der Tennis-Spielerin herausfinden, was deren Wunsch sei. Nach dem Treffen werde man "besser wissen, wie es ihr körperlich und mental geht", so Bach. Ein Sprecher des IOC erklärte, dass es noch keinen genauen Termin gebe.
Das Internationale Olympische Komitee war kurz nach Aufkommen der Vorwürfe von Peng Shuai in die Kritik geraten, weil man sich zunächst aus dem Thema heraushalten wollte. Auf Druck der Öffentlichkeit führte Bach schließlich ein Video-Telefonat mit der 36-Jährigen. Darin wurde das persönliche Treffen in Peking vereinbart.
Im Dezember hatte Peng Shuai ihre anfänglichen Anschuldigungen gegen den chinesischen Offiziellen zurückgenommen. Daraufhin wurden Stimmen laut, die eine Zensur oder Zwang hinter dieser Meinungsänderung vermuteten. Die Tennis-Vereinigung WTA setzte daher bis auf weiteres alle Turniere in China und Hongkong aus.
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Quelle: SID
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