Während der Olympischen Spiele in Pyeongchang sollen insgesamt 2500 Dopingtest durchgeführt werden, 1400 davon außerhalb der Wettkämpfe. Sowohl die Planung und die Durchführung als auch das Ergebnismanagement ist unabhängig vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Federführend ist dabei das lokale Organisationskomitee POCOG, das in Zusammenarbeit mit der "Doping-Free Sport Unit" der Vereinigung aller internationalen Sportverbände GAISF den Testplan erstellt hat, der während des Olympiazeitraums kontinuierlich überprüft wird.

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Wer kontrolliert?

Kontrolliert wird dann im Auftrag des POCOG (in Pyeongchang), von der südkoreanischen NADA (außerhalb von Pyeongchang) und von den anderen NADOs (außerhalb Südkoreas). Alle Entscheidungen über ein Dopingvergehen liegen bei der Anti-Doping-Einheit des Internationalen Sportgerichtshofs CAS.

Als Behältnis für die Urinproben werden Flaschen des alte Modells der Firma Berlinger benutzt. Recherchen der ARD-Dopingreaktion hatten ein Sicherheitsproblem an dem Nachfolgermodell "BEREG-KIT Geneva" aufgezeigt. Die Hightechflaschen der neuesten Generation ließen sich ohne sichtbare Spuren wiederholt öffnen. Allerdings ist auch das alte Modell nicht ohne Makel. Das ARD-Team hatte gezeigt, dass diese Behälter relativ problemlos und billig kopiert werden können.

Die neuen Flaschen waren eigentlich als Antwort auf den Betrug bei den Winterspielen in Sotschi gedacht gewesen. Damals hatte es der russische Geheimdienst geschafft, die Flaschen zu öffnen, den Urin auszutauschen und die Behälter wieder zu schließen. Auch deshalb werden nun im Dopingkontrollprozess die Sicherheitsmaßnahmen heraufgesetzt. Der Transport der Dopingproben wird beispielweise durch Soldaten durchgeführt. Überwacht wird der gesamte Prozess durch unabhängige Beobachter.

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