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Olympia 2018: Claudia Pechstein, Noriaki Kasai, Eric Frenzel - alle machen weiter

Olympia macht süchtig: Pechstein, Kasai, Frenzel peilen Peking 2022 an

26/02/2018 um 12:12Aktualisiert 26/02/2018 um 12:13

Noriaki Kasai macht keinen Hehl daraus: 2022 wird er "definitiv dabei sein". Dann ist er 49 und es wären seine neunten Spiele! Auch Claudia Pechstein denkt nicht ans Aufhören. Sie würde bei den Spielen in Peking 50 Jahre alt werden. Eric Frenzel hängt vier Jahre dran, Olympia scheint für viele Sportler einen echten Suchtfaktor zu haben. Andere hingegen hängen nicht so an ihren Olympia-Karrieren...

Olympia ist nur alle vier Jahre. Das macht den großen Wert eines Olympiasieges aus. Wer einen ganzen Olympiazyklus in Top-Form ist und seinen Titel vier Jahre später wiederholt, der gehört zu den ganz Großen des Sports.

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Man sieht die Faszination Olympia aber auch an Sportlern, die einfach nicht lassen können von den Spielen und ihr Leben auf diesen Vierjahres-Rhythmus abstimmen. Wie Noriaki Kasai. Der Japaner war schon 1992 in Albertville dabei. In diesem Jahr wurde er auch Skiflug-Weltmeister. So erfolgreich seine Karriere auch verlief, er gewann nie Olympiagold - und das treibt den "Flugsaurier" an. "Ich werde es nicht nur versuchen, ich werde definitiv dabei sein", sagte der 45-Jähre laut Bericht von "Yahoo Sports". Und gab gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz zum Besten:

" Ich habe nur die Hälfte von dem gezeigt, was ich kann. Die andere Hälfte werde ich in vier Jahren zeigen""

2022 in Peking wäre Kasai 49 Jahre alt. Es wären seine neunten Spiele. Damit hätte Kasai über den sagenhafte Zeitraum von 30 Jahren ein olympisches Niveau gehalten. Irrsinnig.

Gar ihren 50. würde Claudia Pechstein in Peking feiern. "Ich gebe mein Karriereende bekannt", sagte Pechstein während einer Pressekonferenz anlässlich ihres 46. Geburtstages in Pyeongchang und fügte nach längerer Pause an: "In vier Jahren." Für Pechstein wären es die achten Spiele. Kasai und Pechstein, sie sind getrieben. Olympia ist für sie das Größte. Ein Scheitern ist in ihrer DNA nicht vorgesehen. Beide ziehen ihre Motivation daraus, immer noch stärker zu sein als Athleten, die 25 Jahre jünger sind.

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Das ist bei Eric Frenzel nicht so. Er sieht den Erfolg. Und er sieht, dass er eine olympische Goldmedaille mit dem Team und von der Normalschanze gewonnen hat. Damit ist die Erfolgschronik für den 29-Jährigen nicht komplett.

" Ich würde gerne jeden Wettbewerb bei Olympia einmal gewinnen. Jetzt fehlt mir nur noch die Großschanze. Da werde ich wohl noch einmal vier Jahre weitermachen müssen"

Auch Sportler, die Pyeongchang verletzungsbedingt verpassten, denken schon an das, was in vier Jahren ist. Felix Neureuther, wegen eines Kreuzbandrisses nicht auf der Piste, hat der Olympiasieg von André Myhrer im Slalom einen Motivationsschub gegeben. Myhrer holte sich Slalomgold mit 35, Neureuther ist jetzt 33 Jahre alt. "Das hat mir gezeigt, dass auch im höheren Sportleralter noch solche Siege möglich sind", sagte Neureuther bei Eurosport, "das motiviert natürlich schon".

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Andere können hingegen auch in noch jüngeren Jahren loslassen. Aber erst, wenn sie ihren Kindheitstraum verwirklicht haben: Olympiagold. Das beste Beispiel ist Magdalena Neuner, die auf dem Höhepunkt ihres Schaffens im Alter von gerade einmal 25 Jahren vom aktiven Sport zurücktrat. Sie ist heute erst 31, könnte immer noch laufen, Darja Domratschewa etwa ist genauso alt wie Neuner. Aber nach den beiden Goldmedaillen in Vancouver 2010 und insgesamt 12 WM-Titeln fand sie keine Motivation mehr, sich im Training jeden Tag wieder neu zu quälen. Sie verzichtete in Vancouver nach Doppel-Gold sogar auf ihre Teilnahme an der Staffel, so gab sie einer Teamkollegin die Chance auf Gold.

Dahlmeier ist bergsüchtig, nicht olympiasüchtig

Maria Höfl-Riesch beendete ihre Karriere schon mit 29 Jahren, nachdem sie bei zwei aufeinanderfolgenden Olympia-Austragungen Gold gewonnen hatte. Auch der Alpin-Star der Deutschen denkt im Vierjahres-Zyklus und fand keine Motivation mehr für vier weitere Jahre harte Arbeit und Entbehrung.

Ähnlich ergeht es schon im Alter von 24 Jahren der Biathletin Laura Dahlmeier. Sie hat jetzt schon alles erreicht, denkt tatsächlich schon über ihre Karriereende nach. "Ich bin bergsüchtig", bekannte sie unlängst in einem Interview. Es sind also doch nicht alle olympiasüchtig ...

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