Algarve-Rundfahrt: Paul Magnier sprintet in hektischem Endspurt allen davon - erster Sieg für Soudal - Quick-Step

Paul Magnier (Soudal - Quick-Step) macht da weiter, wo er letztes Jahr aufgehört hat. Der 21-Jährige gewann die stark besetzte Sprintankunft der 1. Etappe der 52. Algarve-Rundfahrt (2. Pro) nach 183 Kilometern und distanzierte damit Jordi Meeus (Red Bull - Bora - hansgrohe) und Pavel Bittner (Picnic - PostNL) auf den zweiten sowie dritten Platz. Florian Lipowitz kam mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Paul Magnier sprintete der Konkurrenz an der Algarve davon.

Fotocredit: Getty Images

Jasper Philipsen (Alpecin - Premier Tech) eröffnete seinen Sprint ein wenig nach Magnier, konnte dem 21-Jährigen aber nichts entgegensetzen, er landete auf Rang vier.
"Ich war hinter Philipsen, habe gesehen, dass er etwas zögerte und dachte mir, ich starte lieber etwas zu früh, als es später zu bereuen. Diese Sprints leicht bergauf liegen mir am besten. Heute waren Philipsen, Meeus und auch Arnaud De Lie (Lotto - Intermarché) dabei, also wirklich ein gutes Sprinterfeld. Es ist das erste Mal für mich, dass ich bei einem solchen Feld gewinnen konnte", resümierte Magnier, der damit auch den langersehnten ersten Saisonsieg für sein Team feiern konnte.
In den letzten 18 Renntagen der vergangenen Saison fuhr der Franzose beachtliche 14 Mal als Erster über den Zielstrich und auch dieses Jahr scheint er in bestechender Form zu sein.

Ackermann und Degenkolb hinter der Spitze

So musste der Tageszweite Meeus vor Magniers Leistung den Hut ziehen: "Wir konnten unseren Plan gut umsetzen und ich bin zufrieden. Natürlich hätte ich lieber gewonnen. Paul ist aber sehr stark losgefahren, da kam ich nicht mehr vorbei."
Pascal Ackermann (Jayco - AlUla) musste sich bei der Sprintankunft mit dem sechsten Platz begnügen.
Florian Lipowitz gelang ein guter Auftakt bei der Algarve-Rundfahrt.

Florian Lipowitz gelang ein guter Auftakt bei der Algarve-Rundfahrt.

Fotocredit: Getty Images

John Degenkolb, der den Sprint für Bittner anfuhr, landete auf Rang acht. Tim Torn Teutenberg (Lidl - Trek) wurde Elfter.
Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe) kam bei seinem zweiten Auftritt der Saison mit dem Hauptfeld ins Ziel. Bisher war der Vorjahresdritte der Tour de France nur beim Teamzeitfahren auf Mallorca an den Start gegangen und hatte dort neben Teamkollege Remco Evenepoel gewonnen.

So lief die 1. Etappe der Algarve-Rundfahrt 2026

Nach dem Start in Villa Real de Santo Antonio setzte sich nach zehn Kilometern eine neunköpfige Ausreißergruppe ab, in der kein Fahrer eines WorldTeams vertreten war.
Das Feld ließ die Gruppe zunächst gewähren, der Vorsprung pendelte sich bei rund zwei Minuten ein. Bis auf den Ausstieg von Henri Uhlig (Alpecin - Premier Tech), der das Rennen aufgeben musste, passierte lange wenig.
60 Kilometer vor dem Ziel war der Abstand der Ausreißer auf etwa eine Minute geschrumpft. Zehn Kilometer später betrug der Vorsprung nur noch 20 Sekunden.
Das Peloton nahm dann wieder etwas Tempo heraus, sodass die Spitzengruppe ihren Vorsprung erneut auf 1:10 Minuten ausbauen konnte.

Contte sichert sich die Bergpunkte

An den Bergwertungen setzte sich jeweils Tomas Contte (Aviludo - Louletano - Loulé) von den Ausreißern durch. Er gewann beide KOM-Sprints und sicherte sich damit das Bergtrikot.
Nach dem letzten Anstieg ging er gemeinsam mit Viacheslav Ivanov (Feirense Beeceler) und Enzo Leijnse (Anicolor - Campicarn) in die Abfahrt.
Drei zuvor distanzierte Ausreißer schlossen wieder zur Spitze auf. Gleichzeitig nahmen die Sprinterteams nun entschlossener die Verfolgung auf, der Vorsprung schmolz erneut auf rund 20 Sekunden.
Vor der Wertung zum Golden Kilometer, rund 30 Kilometer vor dem Ziel, attackierte Hugo Nunes (Credibom - LA Alumínios - Marcos Car) aus der Verfolgergruppe und sicherte sich die Bonussekunden bei den ersten beiden der drei Wertungen.

Magnier gewinnt hektisches Finale

Die letzte der drei Sprintwertungen gewann Jan Tratnik (Red Bull - Bora - hansgrohe). Auch Juan Ayuso (Lidl - Trek) konnte dort im Kampf um die Gesamtwertung drei später vielleicht noch wichtige Sekunden einsammeln.
Schließlich war auch der letzte Ausreißer gestellt und alles deutete auf eine Massenankunft in der Hafenstadt Tavira hin.
Der Gegenwind sowie die breiten Straßen auf den letzten Kilometern führten zu einem hektischen Finale, die Teams der Sprinter lieferten ihre endschnellen Männer aber sicher auf der Zielgeraden ab. Hier war Magnier der schnellste Mann des Tages, gefolgt von Meeus und Bittner.
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Quelle: Eurosport


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