Remco Evenepoel schickt mit Sieg beim Amstel Gold Race klare Botschaft an seine Klassiker-Konkurrenz um Tadej Pogacar

Remco Evenepoel hat mit einem Sieg beim Amstel Gold Race nicht nur Revanche für die Niederlage an selber Stelle vor einem Jahr genommen, sondern eine neue Stärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Belgier wurde zum Auftakt der Ardennen-Trilogie seiner Favoritenrolle souverän gerecht und kann von weiteren Klassiker-Coups bei den großen Traditionsrennen in den kommenden Tagen träumen.

Highlights: Revanche geglückt! Evenepoel stellt Titelverteidiger kalt

Quelle: Eurosport

Am Start gab es noch Ungewissheit - im Ziel aber nur noch Jubel: Ein Fieberbläschen hatte sich über Nacht bei Remco Evenepoel gezeigt, nicht ungewöhnlich beim Belgier, aber bei ihm meist Folge zweier gänzlich unterschiedlicher Gründe: Entweder ich habe das, wenn etwas nicht wie geplant läuft- oder aber, wenn ich in Bestform bin", erklärte der 26-Jährige.
Die 257 Kilometer mit ihren Dutzenden Anstiegen nutzte der Red Bull-Kapitän mit seiner Mannschaft zu einer Demonstration der Stärke. Stets war man Herr der Lage, mühelos folgte der Olympiasieger der vorentscheidenden Attacke von Romain Grégoire, ließ den Franzosen dann eine Runde vor Schluss dann am Cauberg stehen und dominierte Vorjahressieger Mattias Skjelmose schließlich im Zielsprint.
Damit schloss sich für Evenepoel ein besonderer Kreis, denn neun Jahre zuvor hatte er als Nachwuchstalent an selber Stelle das Junioren-Kriterium von Berg en Terblijt gewonnen. Eine erfolgreiche Rückkehr, insbesondere auch in die Niederlande, wo er in seiner ersten sportlichen Karriere von 2011 bis 2014 als Fußballtalent für die PSV Eindhoven spielte.
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Evenepoel schlägt Skjelmose und gewinnt Amstel Gold Race

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Evenepoel wieder Spitze im Sieges-Ranking

Doch der Triumph war längst nicht nur nostalgisch, sondern hatte ganz konkrete Folgen: Mit seinem nun siebten Saisonsieg übernahm Evenepoel wieder die Spitze in der Liste der erfolgreichsten Fahrer des Jahres 2026 vor Paul Seixas, Jonas Vingegard und Jonathan Milan (alle je sechs Erfolge). Nicht einmal mitgezählt ist dabei der Sieg im Mannschaftszeitfahren bei der Mallorca Challenge Ende Januar.
Die eindrücklichste Lehre aus dem Amstel-Auftritt aber war die Art, wie der Olympiasieger seinen Triumph abschloss. Der ihm im Vorjahr noch überlegene Skjelmose hatte auf der Zielgeraden nicht den Hauch einer Chance. Der Däne gestand den Klassenunterschied im Sprint unverblümt ein: "Remco war ganz sicher - wie schon letztes Jahr - der Stärkste. Da hatte ich noch Glück, jetzt hat er mich knapp mit besseren Beinen geschlagen."
Gerade der Halbsatz zu 2025 ist dabei aufschlussreich, denn seinerzeit war schließlich auch noch Tadej Pogacar mit im Rennen. Dieser wurde Zweiter in jenem Dreier-Sprint, wobei Evenepoel damals die letzten Tritte ausließ, als er keine Siegchance mehr sah. In der Gesamtschau zeichnet sich ein Bild ab, in dem eine neue Qualität des Olympiasiegers sichtbar wird: Inzwischen verfügt der Zeitfahr-Spezialist über eine Explosivität, die ihn auch nach langen, harten Rennen zu einem gefährlichen Gegner im Sprint macht.
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Irres Finish: Skjelmose düpiert Superstars Evenepoel und Pogacar

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Evenepoel kann Top-Gegner im Sprint schlagen

Was bei Evenepoel vor einigen Jahren noch als Schwachpunkt ausgemacht wurde, hat er zu einer Stärke entwickelt. Dem stimmt auch sein belgischer Landsmann Rik Verbrugghe in seiner Amstel-Analyse für den wallonischen TV-Sender "RTBF" zu: "Er hat sich in den Sprints wirklich verbessert. Auch wenn er da schon immer recht gut war, ist ihm jetzt ein Sprung gelungen."
Der Ex-Profi geht sogar so weit, Evenepoel mit zu den Besten in diesem Bereich zu zählen: "Mit seiner Endgeschwindigkeit ist er in der Lage, sogar die Stärksten zu schlagen. Natürlich nicht die Sprint-Spezialisten, aber die allgemein gesehen besten Fahrer." Das bedeutet auch ein Warnsignal Richtung Tadej Pogacar, der sich in einem Duell auf einer klassischen Zielgeraden - wie am kommenden Sonntag in Lüttich möglich - nicht zu sicher sein sollte.
Seine Sprintstärke hatte Evenepoel zuletzt schon beim Auftakt der Katalonien-Rundfahrt bewiesen, als ihn bei der Massenankunft dort Dorian Godon nur knapp schlagen konnte, Tom Pidcock sich hingegen mit Rang drei begnügen musste. Selbst Wout van Aert unterlag schon im Duell gegen Evenepoel (beim Pfeil von Brabant 2025). Verbrugghe sieht deshalb in seinem Landsmann einen Kandidaten für fast alle großen Klassiker, "selbst bei Paris - Roubaix hätte er seine Chancen".
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Im Sprintduell: Evenepoel kocht van Aert ab

Quelle: Eurosport

Evenepoel mit Jubiläum beim Flèche?

Mit seinen Titeln bei Olympia und der WM, seinen mehrfachen Siegen in Lüttich und San Sebastian und nun dem Erfolg beim Amstel kann Evenepoel schon jetzt eine höchst eindrucksvolle Siegerliste bei Eintagesrennen vorweisen.
Schon am Mittwoch besteht die Option, sie beim 90. Flèche Wallonne auszubauen. Noch ist über einen Start dort nicht entschieden, Ex-Sieger Verbrugghe rät aber dazu: "Das wäre ein weiteres Rennen in seinem Palmarès und das Fehlen von Pogacar ist eine Chance, die er nutzen sollte."
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Cosnefroy gibt den Rosenkavalier und ext sein Amstel weg

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Sollte Evenepoel erstmals auch an der Mauer von Huy triumphieren, wäre es ein passendes Jubiläum - sein 75. Profisieg, auf heimischem Boden bei einem ikonischen Rennen.
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Sturz bringt Mitfavoriten um alle Chancen: Crash von Vauquelin und Jorgenson

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