Nacer Bouhanni hatte im Massensprint zunächst noch in der Straßenmitte gegen den neben ihm fahrenden Jake Stewart (Groupama – FDJ) gerempelt.
Als der Brite nach links in Richtung Bande auswich, folgte ihm der Arkea-Profi. Obwohl er kaum noch eine Siegchance hatte, da der spätere Gewinner Elia Viviani (Cofidis) schon davongezogen war, checkte Bouhanni seinen Gegner erneut.
Der 21-jährige Stewart konnte einen schweren Sturz geistesgegenwärtig gerade noch so verhindern. Doch die Beobachter hatten sofort die Bilder von Fabio Jakobsen (Deceuninck - Quick-Step) vor Augen, der vergangenes Jahr von Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma) im Finale der 1. Etappe der Polen-Rundfahrt in die Absperrung gedrängt worden war und sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zugezogen hatte.
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Ohne die unsinnige Aktion wäre Bouhanni vielleicht noch Zweiter geworden. So kam er als Dritter ins Ziel, wurde aber umgehend von der Jury bestraft und disqualifiziert.
Auch die UCI greift nun ein. Sie gab bekannt, dass sie Bouhannis Verhalten im Sprint verurteile und dass der Vorfall dem Disziplinarkomitee übergeben wurde. "Die UCI fordert das Komitee auf, eine Strafe zu verhängen, die der Schwere dieser Aktion angemessen ist", schrieb der Weltverband dazu.
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Böser Sturz knapp vermieden: Bouhanni drängt Gegner in die Bande

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