Mathieu van der Poel über die 3. Etappe der Dauphiné-Rundfahrt: "Einer der härtesten Tage, die ich auf dem Rad hatte"
VonJan Zesewitz
Publiziert 11/06/2025 um 11:11 GMT+2 Uhr
Die dritte Etappe des Critérium du Dauphiné war extrem schnell und intensiv. Hinter Etappensieger Iván Romeo kamen weitere Ausreißer eine knappe Minute vor dem Hauptfeld mit den Favoriten ins Ziel. Mit dabei: Mathieu van der Poel. Der Alpecin-Deceuninck-Profi wurde nach zwei dritten Plätzen in Charantonnay Fünfter. Der Niederländer musste auf dem 207 Kilometer langen Teilstück ans Limit gehen.
Highlights: Youngster düpiert hochkarätige Ausreißergruppe
Quelle: Eurosport
"Das war einer der härtesten Tage, die ich je auf dem Rad hatte", sagte van der Poel im Ziel der Etappe gegenüber "CyclingProNet". "Wir sind 45 km/h im Durchschnitt gefahren, bei 3000 Höhenmetern. Ich denke, damit ist genug gesagt."
Der Niederländer war in der anspruchsvollen Anfansphase der Etappe schon ein Aktivposten und attackierte mehrere Male oder reagierte auf Attacken - wie jener von Romain Bardet. Am Ende setzte sich eine 13-köpfige Ausreißergruppe nach rund 30 Kilometern entscheidend ab.
Tour de France
Van der Poel mit perfekter Vorlage: Alpecin jubelt in Sprintfinale
Gestern um 18:24 Uhr
"Wir haben gedacht, dass die Gruppe heute eine Chance haben könnte", sagte der 30-Jährige. "Wir haben keinen großen Abstand bekommen, weil Lipowitz mit in der Gruppe war. Das war ein wenig schade, aber wir haben den ganzen Tag hart gearbeitet, um es zu schaffen und es ist gut, dass ich zumindest ein paar Punkte mitnehmen konnte."
Im Finale waren Lipowitz und van der Poel diejenigen, die auf die meisten Attacken ihrer Mitstreiter reagierten. Der zweiten Attacke von Romeo sechs Kilometer vor dem Ziel setzten beide nichts mehr entgegen.
Van der Poel: "Kann nicht immer reagieren"
Der Deutsche wurde von Tadej Pogacar und anderen Topfavoriten durchaus als Bedrohung für die Gesamtwertung gesehen, dennoch konnten zehn Fahrer der Spitzengruppe einen Vorsprung von rund einer Minute halten.
"Die anderen Fahrer haben viel auf mich geschaut, aber am Ende muss man auf andere Fahrer schauen, wenn man die Etappe gewinnen will", sagte der Paris-Roubaix-Sieger der vergangenen drei Jahre. "Es ist nicht an mir, auf jede einzelne Attacke zu reagieren, also war es ein Glücksspiel am Ende. Ich habe auf einige reagiert, aber nicht auf alle."
Auf einen Sieg bei der "Mini-Tour" wartet der Niederländer weiterhin, mit der Form und dem Grünen Trikot kann er aber sehr zufrieden sein.
"Für die Form sind Tage wie dieser unerlässlich", sagte er über die brutale Etappe der Dauphiné. "Sowas kann man im Training nicht simulieren, darum bin ich hier."
Das könnte Dich auch interessieren: Pogacar warnt vor Lipowitz - "Nicht zu viel Vorsprung geben"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/06/10/image-aa5b6b35-27cc-4d3e-a63e-723c37f4ab31-85-2560-1440.jpeg)
Van der Poel geschlagen: Romeos Attacke sitzt
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung