Jens Voigt spricht über das Phänomen Florian Lipowitz: "Wir haben noch gar nicht sein volles Potenzial gesehen"
Florian Lipowitz ist der Mann der Stunde im deutschen Radsport. Der Laichinger vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe begeisterte bei der Tour de France mit Platz drei in der Gesamtwertung hinter den beiden Superstars Tadej Pogacar (SLO) und Jonas Vingegaard (DEN). Doch es könnte noch besser werden, wie Jens Voigt glaubt. "Wir haben noch gar nicht sein volles Potenzial gesehen", so der Ex-Profi.
Voigt über Lipowitz: "Haben sein volles Potenzial noch gar nicht gesehen"
Quelle: SID
Florian Lipowitz verliert nicht viel Zeit. 2023 bekam der einstige Biathlet einen Vertrag bei Bora-hansgrohe und holte noch im selben Jahr den Gesamtsieg bei der Tschechien-Rundfahrt.
In der Saison darauf triumphierte er bei der Sibiu Cycling Tour in Rumänien, ehe er es 2025 auf höchstem Niveau krachen ließ: Lipowitz gewann nacheinander die Nachwuchswertung bei Paris-Nizza, dem Critérium du Dauphiné und der Tour de France, wo er obendrein Gesamtdritter wurde.
Der Bergspezialist stieß quasi im Sprint in die Weltspitze vor. "Ich glaube: 'Er kann noch besser werden!' Florian war einer der wenigen, der versucht hat, bei Pogacar und Vingegaard mitzufahren, der mutig genug war", lobt der einstige Tour-Etappensieger Jens Voigt am Rande der Deutschland Tour 2025 in Essen.
Lipowitz werde in der kommenden Saison möglicherweise "noch ein bisschen stärker sein".
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Florian Lipowitz bei der Deutschland Tour 2025
Fotocredit: Imago
Mit der Folge, dass der Red-Bull-Profi "fast auf Augenhöhe" mit den Ausnahmefahrern Pogacar und Vingegaard sei. "Es ist großartig, so ein Talent im deutschen Radsport zu haben", führt der 53-Jährige aus.
Lipowitz freut sich über Fanzuspruch: "Ich habe es genossen"
Wie stark Lipowitz' Strahlkraft schon ist, zeigt sich aktuell bei der Deutschland Tour. Beim Prolog in Essen drehte sich (fast) alles um den 24-Jährigen. "Ich habe es genossen, es waren super viele Fans da", freute sich Lipowitz, auch wenn Platz 36 im kurzen Einzelzeitfahren über 3,1 Kilometer ein mittelmäßiges Resultat war. Drei Kilometer gegen die Zeit sei eben nicht so sein "Ding", räumte der Radstar ein.
Voigt entwirft unterdessen schon einmal ein mögliches Szenario, wie es mit Lipowitz und den großen Rundfahrten weitergehen könnte.
Lipowitz: Wie es bei Vuelta, Giro und Tour weitergehen könnte
Da Red Bull durch die Verpflichtung von Remco Evenepoel mit Primoz Roglic und Lipowitz für 2026 drei Kapitäne habe, sei es denkbar, dass der Deutsche in der nächsten Saison "die Vuelta oder den Giro als Kapitän fährt, um dort zu gewinnen".
2027 könne Lipowitz dann "versuchen, die Tour de France zu gewinnen", so Voigt. Ob es dazu kommt, ist freilich schwer vorhersehbar. In einer Sache aber ist sich der Eurosport-Experte ziemlich sicher: "Florian wird es uns noch viele Jahre lang viel Spaß bereiten."
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Lipowitz freut sich auf Heimspiel: "Atmosphäre genießen"
Quelle: SID
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