Europameisterschaften - Zeitfahren der Männer: Edoardo Affini düpiert Stefan Küng - Überraschungscoup für Italiener

Überraschung beim letzten Event des Auftakttages der Straßen-EM im belgischen Limburg. Der Italiener Edoardo Affini gewann Gold vor dem Topfavoriten Stefan Küng aus der Schweiz. Am Ende trennten die beiden zehn Sekunden. Bronze ging ebenfalls Italien: Mattia Cattaneo war 20 Sekunden langsamer als sein Landsmann. Die Niederländer Daan Hoole und Thymen Arensman belegten die Plätze vier und fünf.

Highlights: Affini feiert EM-Coup - Walscheid und Politt in Top 10

Quelle: Eurosport

Im neunten Jahr der Europameisterschaften für die Elite gibt es erstmals einen italienischen Sieger im Zeitfahren. Edoardo Affini, der 2018 schon einmal in der U23 zu Gold gefahren war, startete vergleichsweise gemächlich, ließ dann aber seine Kontrahenten allesamt hinter sich.
Stefan Küng (Schweiz), der am ersten Messpunkt nach zehn Kilometern noch die Führung innehatte, musste sich mit letztlich knapp zehn Sekunden Rückstand mit Silber begnügen. Platz drei ging ebenfalls nach Italien; Mattia Cattaneo sicherte sich Bronze vor Daan Hoole aus den Niederlanden und dessen Landsmann Thymen Arensman.
Affini nutzte seine Chance in Abwesenheit der Topstars Remco Evenepoel, Joshua Tarling und Filippo Ganna. Für den 28-Jährigen war es erst der dritte Sieg als Profi, die anderen beiden stammen aus dem Jahr 2019.
Entsprechend glücklich zeigte sich der neue Europameister auch im Ziel-Interview der UEC. “Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist ein tolles Gefühl. Ich habe eine sehr lange Zeit hinter mir ohne Sieg. Ich habe mein letztes Rennen in meinem ersten Profijahr gewonnen“, erzählte der Mann, der im Trikot von Visma-Lease a Bike unterwegs ist und dort wichtige Helferarbeit leistet, wenn er nicht gerade Azurblau trägt.
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Affinis Bestzeit zu stark: Küngs Goldtraum platzt überraschend

Quelle: Eurosport

Affini noch bis Sonntag bei der Vuelta

Zuletzt noch bis zum Sonntag bei der Vuelta. “Ich war immer da, habe immer meinen Job gemacht. Die letzten drei Wochen bei der Vuelta waren sehr hart für mich. Es war die schwierigste Grand Tour, die ich in meiner Karriere gefahren bin. Ich habe für das Team gearbeitet und auch bei den zwei Zeitfahren versucht, alles zu geben.“
Zwölfter wurde er noch am Sonntag in Madrid, als Küng gewann und Cattaneo Dritter wurde. “Heute bin ich ganz ohne Druck in das Rennen gegangen. Um ehrlich zu sein, habe ich mich heute in der Früh nicht gut gefühlt, mein Coach hat zu mir gesagt, vielleicht fühlt es sich später besser an. Ich bin gestartet und war überraschenderweise echt ganz gut drauf. Dann habe ich versucht, einfach alles zu geben. Jetzt ist es immer noch schwer zu glauben“, sprudelte es aus Affini heraus.
Viel Zeit zum Feiern bleibt für den Moment aber nicht. “Ich versuche es so viel wie möglich zu genießen, aber morgen wartet mit dem Team schon das nächste Rennen auf mich.“
Die beiden deutschen Starter schafften es in den Top 10. Nils Politt (+1:01 Minuten) wurde Siebter, Max Walscheid (+1:13) landete auf dem zehnten Rang.
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Da fließen die Tränen: Europameister Affini von Emotionen übermannt

Quelle: Eurosport

Bissegger erlebt Enttäuschung

Damit dürften beide im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterwegs gewesen sein, Politt nach einer langen Saison noch eher als Walscheid. Kaum zufrieden sein wird Stefan Bissegger.
Der zweite Schweizer im Rennen, der mit Titelambitionen angereist und als Letzter gestartet war, kassierte anderthalb Minuten Rückstand. Platz 12 war es am Ende für ihn.
Und auch Mikkel Bjerg (Dänemark), der direkt vor ihm gestartet war, blieb einen Rang davor hinter seinen Möglichkeiten zurück. Allerdings hatte das Duo die schlechtesten Bedingungen des Tages. Denn auf dem ersten Drittel der Strecke war während der letzten Starter Regen aufgezogen.
Mit dem hatte allerdings auch Affini kurzzeitig zu kämpfen. Der nahm im Nassen aber nicht schon die Beine hoch, sondern zog durch. Und wurde dann wieder mit einer trockenen Strecke und dem Titel belohnt.

U23-Fahrer schneller als Affini

Obwohl er auf dem höchsten Podest mit dem Lied der Italiener geehrt wurde, war Affini nicht der schnellste Fahrer des Tages.
Dieser Titel geht an den Belgier Alec Segaert, der bei der U23 Gold gewann und dabei neun Sekunden schneller war als der Sieger der Elite - bei eventuell anderen äußeren Bedingungen, allerdings.
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Bestzeit pulverisiert: Kopecky gewinnt EM-Gold im Zeitfahren

Quelle: Eurosport


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