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Florian Lipowitz nach Verletzung über nächste Rennen: "Ich bin guter Dinge. Motivation muss aber da sein"
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Update 25/08/2025 um 12:45 GMT+2 Uhr
Der deutsche Radrennfahrer Florian Lipowitz gab schnell Entwarnung. Als der deutsche Radsport-Shootingstar weit nach dem furiosen Finale der Deutschland Tour noch einmal aus dem Bus seines Teams Red Bull-Bora-hansgrohe stieg, war seine lädierte Hand frisch bandagiert. Ein Grund zu ernster Sorge bestand jedoch nicht. "Das ist einfach zur Kühlung", sagte Lipowitz dem "SID" im Ziel von Magdeburg.
Sturz von Lipowitz und Zimmermann sorgt für Schrecksekunde
Quelle: Eurosport
Bevor Florian Lipowitz der Deutschland Tour den Rücken kehrte und sich in die knapp dreiwöchige Rennpause verabschiedete, sorgte der deutsche Radsport-Shootingstar ein letztes Mal für glückliche Gesichter. Fast eine halbe Stunde widmete der Drittplatzierte der Tour de France nach der Schlussetappe in Magdeburg den unzähligen Fans.
Er posierte am Bus seines Teams Red Bull-Bora-hansgrohe für Selfies und schrieb so viele Autogramme, dass der Eindruck entstehen konnte, die Bandage an seiner Hand sei nicht wegen eines Rennunfalls am vergangenen Freitag notwendig.
"Wahnsinn" sei das alles, sagte Lipowitz dem "SID" über den enormen Zuspruch der Zuschauer. Seine Unterschrift zierten Shirts, Trinkflaschen, Plakate, Trikots, Kappen: "Es ist schön zu sehen, dass der Radsport in Deutschland wieder ein bisschen populärer ist."
Lipowitz ging mit einem guten Gefühl. Sein 35. Platz in der Gesamtwertung war eine Randnotiz. Sein Ziel, Fans und Teamkollegen etwas zurückzugeben, hatte er erreicht - und zugleich die ersten Rennkilometer für den finalen Saisonpart in die Beine bekommen. Nach einem bislang erfolgreichen, aber intensiven und körperlich sowie mental kräftezehrenden Jahr blickt der 24-Jährige den letzten Zielen entgegen.
Lipowitz: Fluch und Segen des Erfolgs
"Ich hoffe, der Aufbau läuft gut bis zum Oktober. Dann möchte ich bei der Lombardei-Rundfahrt nochmal gut fahren", sagte Lipowitz. Zuvor stehen Mitte September zwei gut besetzte Eintagesrennen in Kanada an, dann folgen die italienischen Herbstklassiker. Wunderdinge sind dort nicht zu erwarten.
"Bei Eintagesrennen hatte ich bisher immer so meine Schwierigkeiten", sagte Lipowitz. Auch die Motivation müsse noch da sein: "Nach der Tour war es schon ein bisschen schwierig."
Lipowitz' Senkrechtsstart ist Fluch und Segen zugleich. Die Deutschland Tour war das erste Etappenrennen seit dem Giro d'Italia im Mai 2024, das er außerhalb der Top 10 beendete. Vor allem seit seinem Durchbruch bei der Frankreich-Rundfahrt im Juli begleitet ihn der Hype um seine Person und eine enorm gestiegene Erwartungshaltung. Fährt Lipowitz, richtet sich das öffentliche Interesse (auch) auf ihn.
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Lipowitz freut sich auf Heimspiel: "Atmosphäre genießen"
Quelle: SID
Lipowitz: "bin guter Dinge, dass es wird"
Im Team weiß man um die damit verbundenen Herausforderungen - und versucht den Druck vom jungen Fahrer zu nehmen. "Wenn bis zum Jahresende wenig geht, dann geht wenig", sagte Lipowitz' Sportlicher Leiter Bernhard Eisel auf SID-Nachfrage.
Auch dürfe man keine Vergleiche ziehen. "Tadej Pogacar fährt von der UAE Tour im Februar bis zur Weltmeisterschaft durch und gewinnt Rennen", sagte Eisel. Er kenne aber nur einen Fahrer, der das könne: "Das ist Tadej!"
Lipowitz dürfte die interne Haltung mit Wohlwollen wahrgenommen haben. Nach dem Trubel und den ersten echten Renntagen seit der Tour de France wolle er sich nun "erstmal ein bisschen erholen", sagte er. Die lädierte und geschwollene Hand, die er unter der Bandage mit einem kühlenden Gel beruhigte, soll vollständig ausheilen. Und dann? "Mal schauen", sagte Lipowitz - und kehrte der Deutschland Tour mit einem Lächeln den Rücken: "Ich bin guter Dinge, dass es wird."
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(SID)
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