Fusion mit Jumbo vom Tisch? Neue Hoffnung bei Soudal-Quick Step im Pokerspiel um Teams von Vingegaard und Evenepoel
Ist der Zusammenschluss der Teams von Jumbo-Visma und Soudal-Quick Step vom Tisch? Ein Bericht aus Belgien vermeldet die umstrittene Fusion als hinfällig, womit das Negativszenario mit zahlreichen von Jobverlust bedrohten Fahrern und Teammitarbeitern abgewendet wäre. Die Infoplattform "Sporza" des öffentlich-rechtlichen belgischen TV-Senders "VRT" berichtete am Freitag von der Wende im Pokerspiel.
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Quelle: Eurosport
Der Traditionsrennstall Soudal-Quick Step werde entgegen der zuvor verbreiteten Gerüchte nicht in einem Zusammenschluss mit Jumbo-Visma aufgehen, sondern weiter bis zumindest 2025 seinen Platz im Peloton behalten. Teamchef Patrick Lefevere und der Hauptanteilseigner der Mannschaft, der tschechische Milliardär Zdenek Bakala, würden nun doch ihr gemeinsames Projekt nicht vorzeitig beenden.
Dies habe eine "gute Quelle" aus den Niederlanden bestätigt, so die Meldung der meist sehr gut informierten Kollegen von "Sporza". Auch die niederländische Zeitung "AD" vermeldete die geplatzte 'Fusion', beide Teams werden demnach wie bisher getrennt voneinander existieren.
Damit wäre die Gefahr für das Personal der belgischen Mannschaft gebannt, sich kurz vor Saisonende plötzlich ohne Arbeitgeber wiederzufinden. Auch Topstar Remco Evenepoel, der dem Vernehmen nach nur ungern seine Kapitänsrolle in einer neuen Konstellation mit Jonas Vingegaard und Wout Van Aert geteilt hätte, wäre damit kein kurzfristiger Teamwechsel mehr notwendig. Beide Rennställe sollen den neuesten Meldungen zufolge auch keine neuen Sponsoren an Bord nehmen, Gerüchte über einen Einstieg von Amazon bei Jumbo-Visma hätten sich nicht bestätigt.
Zuvor war berichtet worden, dass im Fall eines Zusammenschlusses der Rennställe nur eine kleine Zahl an Profis und Personal von Soudal eine Zukunft bei Jumbo gehabt hätten. Auch für den spanischen Neuzugang Mikel Landa, der als Edelhelfer für Evenepoel eingeplant war, hätte es demnach dort keinen Platz gegeben.
Nun aber scheint der Fortbestand gesichert, allerdings sei kein Budget für weitere Verstärkungen vorhanden. Deshalb bleibt die Frage, ob Evenepoel an Bord bleiben und seine hohen Ziele mit seiner aktuellen Equipe in Angriff nehmen möchte - oder doch einen Wechsel anstrebt.
Evenepoel: "Es gibt Grund zur Panik"
Der Belgier selbst gab sich aktuell aber gelassen: "Wir bekommen keine Informationen. Und haben deshalb keine Antworten, sagte Evenepoel gegenüber der Zeitung "Het Laatste Nieuws" und fügte an: "Derzeit gibt es nur Fragezeichen, für alle. Wir können nur warten. Und hoffen, dass es gut ausgeht."
Für den Zeitfahr-Weltmeister liegt der Fokus erst einmal voll auf der Lombardei-Rundfahrt (Samstag ab 10:15 live im TV bei Eurosport 2, im Livestream bei discovery+ und im Liveticker). Dabei lasse er sich auch nicht von der Flut an Meldungen und Spekulationen ablenken. "Ich kann meine ganze Energie für das Rennen einsetzen. Ich bin hier, um mein letztes großes Saisonziel zu verfolgen, die Lombardei-Rundfahrt. Darüber mache ich mir mehr Gedanken. Es gibt Grund zur Panik und zum Stress, aber das sollten wir uns für die Zeit nach der Saison aufsparen", erklärte Evenepoel, dessen Vertrag bei Soudal-Quick-Step noch bis Ende 2026 gültig ist.
Laut "L’Equipe" wäre diese Vereinbarung im Fall einer Fusion allerdings obsolet und der 23-Jährige frei für einen Wechsel, etwa zum seit Jahren an ihm interessierten Ineos-Team der einstigen Tour-Sieger Egan Bernal und Geraint Thomas.
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(mit radsport-news.com)
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Evenepoels Achterbahnfahrt: Siege, Sturz, Einbruch, Spektakel
Quelle: Eurosport
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