Giro d'Italia 2020: Horror-Sturz wegen Helikopter

Ein neuer schwerer Sturz sorgt beim Giro d'Italia für Aufregung: Im Finale der 4. Etappe flog plötzlich ein Absperrgitter auf der Zielgerade in die Fahrer. Die Bilder von zwei regungslos am Boden liegenden Fahrern schockten die Fans - und auch wenn es rasch eine erste Teil-Entwarnung gab, verletzte sich ein Profi doch schwer. Konsequenzen dürfte haben, das wohl ein Hubschrauber der Auslöser war.

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Fotocredit: Eurosport

Wenige Minuten, nachdem Arnaud Démare die 4. Etappe des Giro in Villafranca Tirrena gewonnen hatte, zeigte die TV-Regie zwei am Boden liegende Profis des Teams Vini Zuba, neben ihnen offenbar vom Wind auf die Straße geschobenen Absperrgitter. Was genau geschehen war, blieb zu nächst unklar.
Die verletzten Fahrer waren Luca Wackermann, sowie dessen Teamkollege Etienne van Empel. Später folgte auch die Erklärung: Ein Helikopter der RAI hatte offenbar im Tiefflug eine Absperrung in die Luft gewirbelt und in die kleine Fahrergruppe geschleudert, die mit einigen Minuten Rückstand auf die Sieger Richtung Ziel rollte.
Wackermann hatte es schlimm erwischt. Der Italiener lag bewusstlos auf dem Asphalt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen geht es dem Sieger der diesjährigen Tour du Limousin laut seinem Teamchef Francesco Frassi besser. "Zum Glück ist Luca im Krankenwagen wieder aufgewacht. Ich habe mit ihm telefoniert. Er fühlte sich okay und war ruhig. Er konnte sich nicht erinnern, was passiert war", so der Italiener.
Obwohl er das Rennen nicht beenden konnte, wurde Wackermann als 172. der Etappe gewertet.
Der Niederländer van Empel hatte Glück im Unglück. "Es geht mir gut. Nur kleine Schnitte im Finger", schrieb er auf "Twitter". "Ich bin nicht sicher was passiert ist. Aus dem Nichts flog eine Absperrung in unsere Gruppe. In Gedanken bin ich bei Luca. Ich hoffe, dass wir schnell gute Nachrichten bekommen", so der 26-Jährige, der das Rennen mit 5:22 Minuten Rückstand aus eigener Kraft beendete.
Ein Vertreter des Organisators RCS teilte "Cyclingnews" mit, die Absperrungen seien gut befestigt gewesen und deutete damit an, dass der Helikopter der RAI Schuld an dem Unfall sei.
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