Simon Yates (BikeExchange) hat an der Alpe di Mera die 19. Etappe des 104. Giro d'Italia gewonnen. Der Brite setzte sich nach 166 Kilometern an der 9,6 Kilometer langen und im Schnitt neun Prozent steilen Schlussrampe mit elf Sekunden Vorsprung vor Joao Almeida (Deceuninck – Quick-Step) und 28 Sekunden vor Egan Bernal (Ineos Grenadiers) durch.
Der Kolumbianer behauptete damit sein Rosa Trikot als Gesamtführender und baute seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Damiano Caruso (Bahrain Victorious) sogar noch etwas aus, obwohl er zwischenzeitlich leichte Probleme zu haben schien. Caruso kam mit 32 Sekunden Rückstand auf Yates als Tagesvierter ins Ziel und behauptete seinen zweiten Rang damit um 20 Sekunden vor Yates.
"Ich bin sehr glücklich, das Team hat einen fantastischen Job gemacht", sagte Yates nach seinem Sieg. Der 28-Jährige, für den es nach drei Erfolgen im Jahr 2018 der bereits vierte Giro-Etappensieg seiner Karriere war, reagierte knapp sieben Kilometer vor dem Ziel auf einen Angriff von João Almeida (Deceuninck – Quick-Step) und fuhr zu dem Portugiesen vor, um rund einen Kilometer später dann zum Solo anzusetzen.
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Schnell hatte er eine knappe halbe Minute Vorsprung auf Bernal und Co. und es sah so aus, als würde das Rosa Trikot wackeln. Doch mit Hilfe von Jonathan Castroviejo und Dani Martínez konnte der Gesamtführende den Abstand dann konstant halten und auf den letzten drei Kilometern selbst nochmal beschleunigen, um sein Maglia Rosa letztlich doch souverän zu verteidigen.

Giro d'Italia: Bernal hält Rückstand mit Grenzen

Bernal rettete sich im Gegensatz zum letzten Mittwoch mit Anstand aus der Affäre. "Ich habe mich gut gefühlt und gute Wattzahlen produziert. Ich bin sehr glücklich mit dem Anstieg. Natürlich war Yates der Beste heute. Aber ich bin zufrieden mit meinem Zustand", zeigte sich der Mann in Rosa zufrieden.
Angesprochen auf die harte letzte Bergetappe am Samstag zeigte sich Bernal zwangsoptimistisch. "Hoffentlich habe ich morgen dieselben Beine wie heute. Ich versuche die Lücke zu den beiden Fahrern auf dem Podium zu kontrollieren. Wie schon gesagt, habe ich einen guten Vorsprung, mit dem ich spielen kann. Alles sollte in Ordnung sein, wenn ich mich gut fühle", so der Kolumbianer.
Bernals ärgster Verfolger Damiano Caruso (Bahrain Victorious) versuchte zu Beginn der Steigung mit Yates mitzuhalten, fiel aber zwei Kilometer vor dem Ziel hinter Bernal zurück. "Ich wollte es versuchen, ich fühlte mich gut. Aber dann habe ich gelitten. Vielleicht war es nicht so gut, eine so lange Distanz zu gehen. Es war anschließend schwierig, dem Maglia Rosa zu folgen. Ich habe versucht meinen Rhythmus aufrecht zu erhalten. Glückwunsch an Yates, er war brillant", lobte Caruso nach der Etappe seinen Konkurrenten.
Peter Sagan (Bora – Hansgrohe) verteidigte sein Maglia Ciclamino einen weiteren Tag und muss es nun nur noch bis Mailand bringen, um es auch zu gewinnen. Im Kampf um das Bergtrikot ging Geoffrey Bouchard (AG2R – Citroen) am Freitag leer aus, liegt aber mit 180 Punkten noch immer 59 Zähler vor Bernal, der neben der Gesamtführung natürlich auch jene in der Nachwuchswertung verteidigte. In der Mannschaftswertung eroberte Ineos Grenadiers den Spitzenplatz von Team DSM zurück.

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