Giro d'Italia: Cavendish feiert am Balaton perfektes Giro-Comeback

Mark Cavendish (Quick–Step – Alpha Vinyl) hat zum ersten Mal seit neun Jahren eine Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Der Brite von der Isle of Man setzte sich auf der 3. Etappe der Italien-Rundfahrt in Balatonfüred am Plattensee im Massensprint vor dem Franzosen Arnaud Demare (Groupama – FDJ) und Fernando Gaviria (UAE Team Emirates) durch. Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) wurde Zehnter.

"Das Ding zur Linie zu bringen, war beeindruckend" - Analyse des Cavendish-Sieges

Quelle: Eurosport

"Ich bin sehr happy. Wir wollten im ersten Sprint gut abschneiden und sind jetzt sehr glücklich", freute sich Cavendish, für den es der bereits 16. Giro-Etappensieg seiner Karriere war – obwohl er dort seit 2013 nicht mehr am Start stand.
Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix) kam nach 201 Kilometern als 17. ins Ziel, nachdem er in der Sprintvorbereitung für den Italiener Jakub Mareczko gearbeitet hatte, und verteidigte so sein Rosa Trikot als Gesamtführender.
Mareczko wurde hinter dem Eritreer Biniam Girmay (Intermarché – Wanty – Gobert) Tagesfünfter.
Einen großen Auftritt hatte auch Rick Zabel (Israel – Premier Tech), der am einzigen Bergpreis des Tages 13 Kilometer vor Ziel ein Duell mit Pascal Eenkhoorn (Jumbo – Visma) zwar knapp verlor, trotzdem aber die Führung im Kampf um das Bergtrikot übernahm.
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Cavendish sprintet zum 16. Etappensieg - die Highlights der 3. Etappe

Quelle: Eurosport

So lief das Rennen:

Direkt mit dem Senken der Startflagge bei Kilometer 0 setzte sich das Ausreißer-Trio des Tages ab – und zwei Drittel davon waren alte Bekannte: Wie schon am Freitag war das Drone Hopper – Androni Giocattoli-Duo Mattia Bais und Filippo Tagliani dabei. Diesmal nahmen die beiden Teamkollegen aber auch noch ihren italienischen Landsmann Samuele Rivi vom zweiten italienischen Zweitdivisionär Eolo – Kometa mit.
Im Gegensatz zum Freitag, als das Hauptfeld Bais und Tagliani auf bis zu 10:30 Minuten davoneilen ließ, hielt das Team Alpecin – Fenix das Trio diesmal aber an recht kurzer Leine. Mehr als 3:45 Minuten Vorsprung gewährte man ihnen nie.
Insgesamt schlugen die Fahrer kein hohes Tempo an und lagen 60 Kilometer vor Schluss knapp 20 Minuten hinter dem langsamsten vorberechneten Zeitplan – bei einem Abstand von nur noch 1:25 Minuten zwischen Spitzengruppe und Hauptfeld. Zehn Kilometer später stand nur noch weniger als eine Minute auf der Uhr und als 43 Kilometer vor Schluss nur noch 25 Sekunden übrig waren, attackierte Rivi seine beiden Begleiter.

Zabel duelliert sich mit Eenkhoorn

Tagliani fiel dadurch zurück und es blieben nur noch zwei Spitzenreiter: Rivi und Bais. Die Beiden duellierte sich von dan an mit abwechselnden Attacken um den Preis des kämpferischsten Fahrers, konnten sich aber gegenseitig nicht abschütteln und wurden dann 28 Kilometer vor Schluss ebenfalls vom Hauptfeld geschluckt.
Am einzigen Bergpreis 13 Kilometer vor Schluss duellierten sich dann Rick Zabel (Israel – Premier Tech) und Pascal Eenkhoorn (Jumbo – Visma) mit dem besseren Ende für den Niederländer. Trotzdem reichte es für Zabel, um die Führung im Kampf um das Maglia Azzurra zu übernehmen: Er und Eenkhoorn haben nun beide fünf Punkte, doch der Deutsche ist in der Gesamtwertung und war auch im Tagesklassement besser platziert und ist daher Erster in der Bergwertung.
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Hartes Duell ums Bergtrikot: Zabel gegen Eenkhoorn

Quelle: Eurosport

Eenkhoorn blieb nach dem Bergpreis kurzzeitig allein an der Spitze, wurde dann aber auch bald wieder gestellt und so lief die Vorbereitung auf den Massensprint, die einmal mehr das Quick-Step-Team dominierte. Bert van Lerberghe und Michael Morkov waren die letzten zwei Anfahrer vor Cavendish, der dann knapp 300 Meter vor Schluss aus dem Windschatten ausscherte und von vorne zum Sieg durchzog. Demare und Gaviria versuchten alles, kamen aber nicht mehr am 'Manxman' vorbei.
Am Montag wartet beim Giro der erste Ruhetag, der für die Reise nach Sizilien verwendet wird. Dort steht am Dienstag dann die 4. Etappe an, mit einer Bergankunft am Vulkan Ätna.
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"Das Ding zur Linie zu bringen, war beeindruckend" - Analyse des Cavendish-Sieges

Quelle: Eurosport

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