Team corratec greift beim Giro d'Italia 2023 an: Firmenchef Konrad Irlbacher im Interview über die Ziele des Rennstalls

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Voller Leidenschaft startet das Team corratec in seine Premiere beim Giro d'Italia 2023. Firmenchef Konrad Irlbacher spricht im Interview über die Ziele des Rennstalls bei der dreiwöchigen Rundfahrt über 3461 Kilometer. Angeführt von Kapitän Valerio Conti, einst mehrere Tage lang Träger des Rosa Trikots, soll die Mannschaft den Fans die "Passion of Cycling" vermitteln, für die corratec steht.

Team corratec startet Giro-Abenteuer mit großen Ambitionen

Quelle: Eurosport

Der Start von Team corratec beim Giro d’Italia ist ein absoluter Meilenstein - was bedeutet er für das Unternehmen und auch Sie ganz persönlich?
Konrad Irlbacher: Mein Puls ist erhöht, ich bin nervös, ja ich fühle mich ein wenig wie ein Rennfahrer, der selbst ab dem 6. Mai über die Startlinie rollt. Die Teilnahme mit unserem eigenen Team beim Giro d’Italia und somit einer UCI Grand Tour ist ein weiterer Schritt, welcher zeigt - wir lieben Radsport - wir leben Radsport und wir arbeiten tagtäglich mit Freude an diesem Thema.
Im Jahr 2006 war corratec schon einmal als Radausrüster eines Rennstalls beim Giro dabei, nun folgt die Premiere mit einer eigenen Mannschaft: Wie kam es zur Entscheidung, ein eigenes Straßenrad-Profiteam aufzubauen?
Irlbacher: Wir stellen uns der Herausforderung Giro d’Italia, weil der Rennsport schon immer in unseren Herzen schlägt. Nicht nur unser Team-Rad, das CCT EVO, sondern all unsere Fahrräder am Markt tragen diese "Passion of Cycling" und basieren auf den Erfahrungswerten, welche wir durch die Profiteams im Gelände und auf der Straße erlangen. Wir sind vor vier Jahren einen ähnlichen Weg mit unseren Mountainbikes gegangen, haben das Revo BOW gemeinsam mit unserem UCI Mountainbike Racingteam aufgebaut und die Reise endete mit dem Weltmeistertitel von Simon Gegenheimer auf unserer Rennmaschine. Das ist gelebte Leidenschaft, genau die "Passion of Cycling", die ich in den kommenden Wochen auch beim Giro von unserer Mannschaft sehen möchte.
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corratec-Chef Konrad Irlbacher (Mitte) im Interview

Fotocredit: corratec

Was erwarten Sie von Ihren Fahrern in den drei Wochen durch Italien, welche Zielvorgabe gibt es vom Chef?
Irlbacher: Mir geht es nicht darum, einen Rekord an Etappensiegen aufzustellen. Mir ist wichtig, dass unser Team corratec die Freude am Radsport zeigt und lebt, die Erfolge werden daraus resultieren. Die Vorgabe von mir an die Teamfahrer ist also: Cycling with Passion.
Auf welche Etappen und welche Fahrer freuen Sie sich besonders an den 21 Renntagen?
Irlbacher: Ich möchte hier weder eine Etappe noch einen Fahrer herausheben. Das schöne am Radsport sind seine verschiedenen Facetten, egal ob ein Massensprint, eine Bergetappe oder der Kampf gegen die Elemente an einem Regentag.
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Team corratec startet Giro-Abenteuer mit großen Ambitionen

Quelle: Eurosport

Wie oft werden Sie selbst in Italien das einmalige Flair des Giro genießen können - und gibt es besondere Angebote für die Fans des Teams rund um den Giro?
Irlbacher: Ich werde sicherlich bei 2-3 Etappen an der Strecke stehen, bin aber keiner, der hier das große Rampenlicht sucht. Ich stehe lieber ganz still an einem Anstieg im Wald, dort wo keiner so richtig hinschaut, aber unsere Profis eben auch ihre Leistung abrufen müssen. Ich kenne die Anstiege in Südtirol und weiß, was die Sportler hier in der dritten Woche erwartet. Zudem werden wir versuchen, unseren Fans auch Inside-News zu bieten. Unser mexikanischer Mountainbike-Profi Dan Noyola begleitet das Team corratec und wird über die gesamten drei Wochen live vom Teamtruck über unsere Instagram-Kanäle berichten.
Der logistische Aufwand rund um ein dreiwöchiges Rennen ist enorm, die acht Fahrer stellen ja nur den im TV sichtbarsten Teil des Teams dar: Was ist daneben alles an Mensch und Material im Einsatz?
Irlbacher: Es ist ein enormer Zirkus, der hier durch die Gassen Italiens zieht. Trucks, Busse, unzählige Teamautos, Physiotherapeuten, Medienvertreter. Wir sind da nicht nur das jüngste, sondern auch das kleinste Team. Mal schauen, wie wir hieraus einen Vorteil gegen die Riesen des Radsports ziehen können. Die Perspektive vom kleinen David führte ihn ja letztendlich auch zum Erfolg gegen Goliath.
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Valerio Conti vom Team corratec beim Giro d'Italia 2023

Fotocredit: Getty Images

Nicht nur beim Giro d'Italia ist Team corratec am Start - die Radfans haben die Mannschaft schon von der Vuelta San Juan im Januar an bei Eurosport im Renneinsatz verfolgen können: Mit welcher Bilanz wären Sie am Ende der Saison zufrieden - und was sind die weiteren Pläne über 2023 hinaus?
Irlbacher: Der Giro ist nur das Glanzlicht unseres Straßenrennkalenders. Unser primäres Ziel ist, gute Räder zu bauen und die Freude am Radsport dauerhaft zu den Menschen zu bringen. Dieses Ziel ist mir vorrangig gegenüber numerischen Ergebnissen von Sportlern oder Buchhaltern.
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Team corratec bei der Saudi Tour 2023

Fotocredit: Getty Images

Beim Stichwort Raubling kommt dem Radsportfan mit dem Bora-Rennstall auch ein anderes Team in den Sinn, wie ist da die Konkurrenzsituation - und wäre eine Zusammenarbeit denkbar?
Irlbacher: Wir sind sehr gut in Kontakt mit unseren Konkurrenten, am Markt wie auch auf der Rennstrecke. Ich würde sogar sagen, sie sind viele mehr unsere Mitstreiter, um das Thema Radfahren den Menschen näher zu bringen. Jeder, der hierbei mithilft, der ist bei corratec stets willkommen.
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corratec-Chef Konrad Irlbacher

Fotocredit: corratec

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Alle 21 Etappen des Giro d'Italia - die Strecke in der Übersicht

Quelle: Eurosport

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