Giro d'Italia 2024 - Tim Merlier schlägt in Padua erneut zu - Knapper Sprinterfolg auf der 18. Etappe

Der Belgier Tim Merlier hat sich den zweiten Tagessieg im Rahmen des 107. Giro d'Italia gesichert. Der Radprofi von Soudal - Quick-Step setzte sich auf der 18. Etappe nach 178 km von Fiera di Primiero nach Padua im Massensprint knapp vor dem Italiener Jonathan Milan (Lidl - Trek) und Kaden Groves aus Australien (Alpecin - Deceuninck) durch. Bereits auf der 3. Etappe hatte Merlier triumphiert.

Milan zieht im Zielsprint den Kürzeren - Highlights 18. Etappe

Quelle: Eurosport

“Beim Giro ist die Geschwindigkeit im Finale immer so hoch. Wenn du lieber von hinten kommst wie ich, ist es nicht so einfach“, leitete Merlier dann sein Sieger-Statement bei Eurosport ein. “Bert (Van Lerberghe) hat mich aber in eine gute Position gemacht und die konnte ich nicht mehr verlieren.“
Am Ende musste aber dennoch ein Tigersprung herhalten, um Milan an dessen nächsten Sieg zu hindern. “Es wäre schön“, so der frühere Belgische Meister, “den Giro mit einem Endergebnis von 3:3 abzuschließen. Wir haben ähnliche Qualitäten.“
Doch auch jetzt wertete Merlier die Rundfahrt bereits als Erfolg. “Alles was ich vor dem Giro wollte, war eine Etappe, nun sind es zwei."
Als Vierter fuhr Alberto Dainese (Tudor) über den Zielstrich. In seiner Heimat – Dainese wurde vor den Toren Paduas geboren – eröffnete der Lokalmatador seinen Sprint aber zu früh und musste so die namhafte Konkurrenz noch vorbeiziehen lassen.
picture

Sprint-Analyse: Milan verliert seinen Sprintzug und Merlier gewinnt

Quelle: Eurosport

Milan verliert seinen Springzug im Finale

Spät dran war hingegen Milan. Der 23-Jährige hatte seinen Sprintzug auf dem letzten Kilometer verloren, ging nach großem Kraftaufwand zuvor dann aber doch direkt neben Merlier aus dem Sattel. Doch da waren zu viele Körner verbraucht, um noch seinen vierten Tagessieg einfahren zu können.
Deutsche Fahrer spielten 24 Stunden nach dem Tagessieg von Georg Steinhauser nur eine Nebenrolle. Das Hauptfeld hatte eine Ausreißergruppe, die auf dem relativ flachen Profil mit nur einem Anstieg der vierten Kategorie kaum Chancen hatte, rund zehn Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Im chaotischen Sprint verlor Milan, der bereits drei Tagessiege beim diesjährigen Giro feierte, schließlich seinen Sprintzug aus den Augen - Merlier nutzte die Gunst der Stunde.

Pogacar vor entscheidenden Bergetappen klar vorne

In der Gesamtwertung liegt der zweimalige Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar aus Slowenien bei noch drei ausstehenden Etappen wohl uneinholbar an der Spitze.
Der Vorsprung des Slowenen vom UAE Team Emirates auf den zweitplatzierten Kolumbianer Daniel Felipe Martinez (Kolumbien/Bora - hansgrohe) beträgt im Kampf um das Rosa Trikot 7:42 Minuten.
picture

Gefährlich: Trinkflasche dem Konkurrenten vors Rad geworfen

Quelle: Eurosport

Am Freitag führt der 19. Teilabschnitt über 157 km von Montegliano nach Sappada, dabei haben die Fahrer drei größere Anstiege zu absolvieren - zwei der zweiten und einen der dritten Kategorie. Ausreißer dürften gute Chancen auf den Tagessieg in 1240 m Höhe haben.
(SID + radsport-news.com)
picture

Merlier hat die besten Beine - der Zielsprint der 18. Etappe

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung