Giro d'Italia 2025 - Drei Dinge, die auf der 3. Etappe auffielen: Lidl-Trek und Red Bull-Bora-hansgrohe als große Gewinner in Albanien

Das Albanien-Abenteuer des Giro d'Italia 2025 ist vorüber. Zwei der drei Etappen wurden von Mads Pedersen und seinem Lidl-Trek-Team dominiert. Der Däne gewann die 1. und die 3. Etappe und nimmt das Maglia Rosa mit auf das Festland. Der Rundkurs des dritten Teilstücks war anspruchsvoll, in der Gesamtwertung gab es abgesehen vom erneuten Führungswechsel kaum Veränderungen. Drei Dinge, die auffielen.

Giro-Roundup: Pedersen schlägt zum Albanien-Abschluss zurück

Quelle: Eurosport

Rund 80 Fahrer umfasste das Hauptfeld noch, als es sich nach 160 Kilometer wieder auf den Startort Vlore an der Adria-Küste zubewegte. Die Top-Sprinter wurden an dem anspruchsvollen Anstieg Qafa e Llogarase 40 Kilometer vor dem Ziel abgehängt.
Pedersen hatte dann im Sprint kein leichtes Spiel gegen Corbin Strong von Israel-PremierTech, aber er fuhr seinen zweiten Tagessieg letztlich souverän ein.
Primoz Roglic und das Red Bull-Bora-hansgrohe-Team fuhren aufmerksam und zeigten sich an der Spitze, der Slowene dürfte es Pedersen kaum übel nehmen, dass er ihm das Maglia Rosa wieder abgenommen hat: Dem Sieger von 2023 wäre das Rosa Trikot in Rom in drei Wochen wichtiger.
Die verhältnismäßig große Gruppe im Ziel zeigte zweierlei: Lidl-Trek hat über die Tage in Albanien die Kontrolle über das Hauptfeld übernommen und die Favoriten-Teams mit Blick auf die Gesamtwertung waren an den Anstiegen auf der anderen Seite der Adria noch nicht bereit, ihre Karten offen auf den Tisch zu legen.
Drei Dinge, die auf der 3. Giro-Etappe auffielen:

1. Pedersen glänzt dank Lidl-Trek-Teamwork

Der US-Rennstall um den Weltmeister von 2019 versuchte sich praktisch an einer Kopie der ersten Etappe. Am Anstieg 40 Kilometer vor dem Ziel war die Spitze des Feldes rot-blau-gelb, die Sprinter-Rivalen von Pedersen flogen hinten aus dem Peloton heraus.
In diesem Fall war eine kontrollierte Offensive aber entscheidend - der Anstieg wäre lange und steil genug gewesen, um auch den Dänen in Schwierigkeiten zu bringen. Der Plan ging erneut auf, so wie er am Morgen im Teambus wohl aufgemalt wurde. Auch der Sieger selbst schickte ein Lob an seine Anfahrer Giulio Ciccone und Mathias Vacek.
Vor allem Ciccones Rolle symbolisiert die Teamstärke und den Zusammenhalt bei Lidl-Trek. Der wurde von Pedersen noch einmal besonders hervorgehoben: "Es sagt viel über Giulio als Person aus, er hat eigene Ambitionen und stellt sich trotzdem komplett in den Dienst der Mannschaft. Unsere Teamstärke ist super, wir helfen uns gegenseitig. Ich kann es kaum erwarten, in die Berge zu kommen und "Cicco" seinen Einsatz zurückzuzahlen."
Für den Italiener war sein Einsatz eine Selbstverständlichkeit, wie er nach der Etappe am Eurosport-Mikrofon sagte: "Wir haben schon vor dem Start gesagt: Wenn Mads so eine Form hat, dann müssen wir da gar nichts besprechen. Dann müssen wir einfach unsere Arbeit machen." Das ist dem US-Team an drei Tagen in Albanien exzellent gelungen. Die Belohnung: Zwei Tagessiege, das Rosa Trikot, das Trikot des Punktbesten und das Weiße Trikot des besten Jungprofis für Vacek.
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Quelle: Eurosport

2. Klassement-Teams halten sich noch bedeckt

Dass Lidl-Trek den Plan so durchziehen konnte, lag auch an den anderen Mannschaften, die wenig Gegenwehr leisteten - oder leisten konnten. Der Llogarase-Anstieg war der erste "echte Berg" der Rundfahrt und wäre durchaus geeignet gewesen, um ein erstes Feuerwerk der Klassement-Fahrer zu beobachten.
UAE Emirates-XRG hätte nach dem Zeitverlust gegenüber Roglic beim Zeitfahren durchaus etwas zu gewinnen gehabt - abgesehen von einem kurzen Aufblitzen wenige hundert Meter vor dem höchsten Punkt blieb das Team um Juan Ayuso eher unsichtbar.
Dafür gibt es nachvollziehbare Gründe: Der Giro ist noch sehr lang und vor allem gegen Ende mit Monster-Bergen überladen. Es gab in Albanien für die Favoriten wenig zu gewinnen und viel zu verlieren - Kräfte sparen war das oberste Gebot.
Aber das musste nicht für alle Mannschaften gelten - neben UAE und Red Bull hätte sich die zweite Reihe zeigen können. Aber abgesehen von einem Versuch von Lorenzo Fortunato und Pello Bilbao hingen auch Tudor, EF Education-EasyPost oder Ineos Grenadiers am Anstieg am Hinterrad von Lidl-Trek.
Vielleicht waren sie "eingeschüchtert", wie Eurosport-Experte Jens Voigt vermutete oder sie sparten ihre Kräfte - weder Pedersen noch Roglic dürften auf dem Rundkurs um Vlore sonderlich nervös geworden sein.
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Albanien abgehakt: Das erwartet das Peloton zum Italien-Auftakt

Quelle: Eurosport

3. Red Bull-Bora-hansgrohe liegt voll auf Kurs

"Können wir tauschen - Etappensieg gegen Rosa Trikot?", fragte der sportliche Leiter des Raublinger Rennstalls, Rolf Aldag, scherzhaft gegenüber Eurosport nach dem Zeitfahren in Tirana. Das ging nicht, aber von der Tatsache abgesehen, dass Roglic am Vortag eine Sekunde zum Sieg fehlte und Pedersen seinerseits eine, um das Maglia Rosa zu behalten, liegt das Team komplett im Soll.
Und am Ende der 3. Etappe konnte man das Trikot sogar sehr elegant abgeben. Man ließ keine Ausreißergruppe einen astronomischen Vorsprung herausfahren, um die "Bürde loszuwerden", nein, man konnte sich auf die Motivation und die Stärke von Pedersen und Lidl-Trek verlassen.
Und so steht Roglic nach drei Tagen in Albanien genau dort, wo er stehen möchte - und das Team zeigte Stärke und Aufmerksamkeit, ohne dabei Energie zu verschwenden. Roglic ist unter allen Klassement-Fahrern am besten platziert, den Druck und der Medienrummel rund um das Maglia Rosa liegen wieder beim Dänen. Abgesehen von Lidl-Trek, darf sich die deutsche Equipe als Gewinner des Albanien-Abenteuers sehen.
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Lidl-Trek dominiert - Eisel: "Die anderen werden langsam nervös"

Quelle: Eurosport

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Highlights XXL: Pedersen setzt nächste Duftmarke

Quelle: Eurosport


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