Giro d'Italia - Wout van Aert vor Premiere: Visma-Kapitän jagt Siege in Italien und Albanien - Jens Voigt blickt auf Chancen des Stars

Mit großer Spannung wird das Debüt von Wout van Aert beim Giro d'Italia erwartet: Nach einem Klassiker-Frühjahr ohne Siege wächst der Druck auf den Superstar, doch Eurosport-Experte Jens Voigt prophezeit dem Belgier neue Frustmomente in den drei Wochen der Italien-Rundfahrt: "Er wird immer vorne dabei sein und dann doch häufig knapp geschlagen werden", so seine exklusive Vorhersage.

Im Sprintduell: Evenepoel kocht van Aert ab

Quelle: Eurosport

Der bisherige Saisonverlauf des Visma-Kapitäns sorgte unter Fans wie Fachleuten für Diskussionen: Kein Sieg, aber gleichzeitig viele Spitzenplätze bei Toprennen wurden teils als Enttäuschung, teils als eindrucksvoll konstante Bilanz gewertet.
Unstrittig war aber, dass van Aert nach einem schweren Sturz bei der Vuelta im Spätsommer 2024 nie erneut jene Extraklasse erreicht hat, die ihn in Bestform zum Seriensieger auf fast jedem Terrain machte.
Voigt sieht den Allrounder auch beim Giro noch nicht wieder als Maß der Dinge - obwohl der Auftakt in Albanien mit einem Einzelzeitfahren und zwei anspruchsvollen Etappen van Aert eigentlich auf den Leib geschneidert ist.
"Wir werden Wout wie im Frühjahr sehen. Ich glaube nicht, dass er bis zum Giro die fehlenden fünf Prozent Leistungsfähigkeit gefunden hat. Im Sprint sehe ich andere Fahrer wie Mads Pedersen oder Kaden Groves vorne, im Zeitfahren könnte er von einem Joshua Tarling geschlagen werden. Ich liebe Wout als Fahrer, ich wünsche ihm einen Etappensieg, aber ich weiß nicht, ob es reichen wird für ihn", sagt der 53-Jährige.

Van Aert jagt 50. Profi-Sieg beim Giro

Sollte die Jagd nach dem 50. Profisieg allerdings doch von Erfolg gekrönt werden, würde der dreifache Cross-Weltmeister in den Kreis jener Fahrer aufsteigen, die bei allen drei großen Landesrundfahrten eine Etappe gewinnen konnten.
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Packendes Finish: Van Aert und Groves im Sprintduell

Quelle: Eurosport

Und auch ohne Tagessieg winken van Aert Auftritte auf dem Podium beim Giro, unterstreicht Voigt: "Mit vielen vorderen Platzierungen hat er natürlich trotzdem die Chance, in der ersten Woche das Maglia Rosa zu tragen oder das Maglia Ciclamino der Punktewertung zu gewinnen."

Van Aert als König der Punktesammler

Bei der Tour triumphierte van Aert 2022 überlegen in der Wertung des Grünen Trikots und auch bei der Vuelta war ihm im Vorjahr der Gesamtsieg in diesem Klassement bis zu seinem Sturz auf der 16. Etappe de facto schon sicher.
Mehr noch: Auch die Bergwertung führte er bis zu seinem Crash souverän an und hätte so einen historischen Doppelerfolg in Madrid feiern können.
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Fieser Crash in der Abfahrt: Van Aert kracht in Felswand

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Dann aber stoppte der Unfall alle Träume und warf den neunfachen Tour-Etappensieger so zurück, dass hinter seinen Erfolgschancen beim Giro vorerst noch Fragezeichen stehen.
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Offene Worte: Van Aert nimmt Fehlschlag auf seine Rechnung

Quelle: Eurosport


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