Giro d'Italia: Arnaud De Lie kämpft sich trotz Magen-Darm-Infekt durch 3. Etappe - tolle Geste von Victor Campenaerts

Arnaud De Lie erlebt beim Giro d'Italia 2026 bislang Tage zum Vergessen. Der belgische Hoffnungsträger vom Team Lotto-Intermarché kämpft seit dem Auftakt in Bulgarien nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern vor allem gegen eine hartnäckige Magen-Darm-Infektion. Statt um Etappensiege fuhr der 24-Jährige zuletzt vor allem darum, überhaupt im Feld der Italien-Rundfahrt zu bleiben.

Tolle Geste: Campenaerts hilft krankem Landsmann am Berg

Quelle: Eurosport

"Ich glaube, ich habe mich noch nie so schlecht gefühlt", sagte De Lie der belgischen Tageszeitung "Het Nieuwsblad". Die Beschwerden sollen ihren Ursprung beim Famenne Ardenne Classic Anfang Mai haben, kurz nach de Lies Erfolg bei dem Eintagesrennen erkrankten gleich mehrere Fahrer. Auch Teamkollege Milan Menten war betroffen und musste sich nach einem Schwächeanfall sogar im Krankenhaus untersuchen lassen.
Beim Giro waren die Auswirkungen deutlich sichtbar. De Lie konnte bei keiner der Sprintankünfte um Siege mitkämpfen, sondern geriet stattdessen auf der dritten Etappe früh in Schwierigkeiten. Während andere prominente Fahrer wie Adam Yates nach Stürzen und Verletzungen bereits vorzeitig aus dem Rennen ausgeschieden sind, kämpfte sich der Belgier durch die Etappe.
Am einzigen längeren Anstieg von Plovdiv in die bulgarische Hauptstadt Sofia sorgte ausgerechnet Landsmann Victor Campenaerts für eine der bemerkenswertesten Szenen des bisherigen Rennens.
Der Profi des Teams Visma-Lease a Bike nahm De Lie vor dem Aufstieg zum Borovets Pass kurz die Trinkflasche ab, um ihm einige Gramm Gewicht zu ersparen, und gab sie ihm nach der Kuppe wieder zurück - inklusive kleiner Anschubhilfe. Eine unscheinbare Geste, die im hektischen Giro-Rennverlauf dennoch herausstach.

Lotto hofft auf schnelle Besserung

Zumindest mental half die Unterstützung seines Kumpels: De Lie fand nach dem Anstieg wieder zurück ins Peloton und erreichte das Ziel noch im Hauptfeld. Der Radstall des Belgiers hofft nun auf eine schnelle Genesung.
"Die Regeneration verlangt dem Körper enorm viel ab", erklärte Lotto-Teamarzt Gerald Ackerl gegenüber "Het Nieuwsblad". Gleichzeitig zeigte sich der Mediziner mit Blick auf De Lie und dessen ebenfalls angeschlagenen Teamkollegen Menten optimistisch: "Sie fahren weiter, weil wir praktisch sicher sind, dass es ihnen in den kommenden Tagen besser gehen wird."

Italien-Premiere mit Tücken für die Sprinter

Für De Lie kommt der erste Ruhetag am Montag deshalb genau zur richtigen Zeit. Am Dienstag wird der Giro dann erstmals auf italienischem Boden fortgesetzt.
Die 4. Etappe von Catanzaro nach Cosenza könnte mit ihrem langen Anstieg über den Cozzo Tunnu vor allem für angeschlagene Sprinter erneut zur Herausforderung werden.
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Highlights: Ausreißer drehen auf - Stars sprinten in Sofia

Quelle: Eurosport


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