Giro d'Italia - Davide Ballerini gewinnt die 6. Etappe in Neapel - Dylan Groenewegen und Jonathan Milan gestürzt

Davide Ballerini hat in Neapel die 6. Etappe des Giro d'Italia gewonnen und bei einer technisch kniffligen Ankunft auf Kopfsteinpflaster vom Wegrutschen der Sprint-Konkurrenz in der letzten Kurve profitiert. Der Italiener setzte sich vor Jasper Stuyven und Paul Magnier durch, die wie die meisten Top-Sprinter durch den Sturz von Dylan Groenewegens Anfahrer Elmar Reinders ausgebremst wurden.

Zusammenfassung - 6. Etappe: Ruhiger Tag endet im Sturz-Chaos

Quelle: Eurosport

"Ich habe daran gedacht, eine Etappe beim Giro zu gewinnen. Aber heute war es nicht der Plan. Unser Sprinter war Malucelli. Ich habe versucht, alles für ihn zu geben", erzählte Ballerini im Sieger-Interview, dass er wie Stuyven eigentlich nur als Anfahrer agieren sollte.
"Als wir in die letzte Kurve gefahren sind, habe ich gesehen, dass die ersten zwei Fahrer gestürzt sind. Ich bin auf die Zielgerade gefahren und im Radio haben sie zu mir gesagt: 'Go, go, go! Bis ins Ziel! Du hast eine Lücke!' Ich bin losgesprintet und habe gehofft, dass die Ziellinie so schnell wie möglich kommt", so der Italiener, für den es der erste Grand-Tour-Etappensieg war, weiter. I"ch habe es geschafft und bin sehr glücklich!"
Für XDS-Astana bedeutete der Erfolg von Ballerini den bereits zweiten Tagessieg bei dieser 109. Italien-Rundfahrt. Hinter dem Soudal-Quick-Step-Duo Stuyven und Magnier wurde Jensen Plowright (Alpecin-Premier Tech) vor Ben Turner (Netcompany - Ineos) Vierter.
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Sturz-Drama um Groenewegen im Kopfsteinpflaster-Finale

Quelle: Eurosport

Die deutsche Sprint-Hoffnung Pascal Ackermann (Jayco-AlUla) wurde durch den Sturz gestoppt und kam schließlich als 17. über die Linie.
Das Rosa Trikot verteidigte der Portugiese Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) mit weiterhin 2:51 Minuten Vorsprung auf den Spanier Igor Arrieta (UAE-Emirates-XRG) und 3:34 Minuten vor Christian Scaroni (XDS-Astana). Der Schweizer Jan Christen (UAE-Emirates-XRG / + 6:16) und der Deutsche Florian Stork (Tudor / + 6:16) folgen auf den Gesamtplätzen sieben und acht.
Überschattet wurde die Etappe aus deutscher Sicht durch den Sturz des dreifachen Giro-Etappensiegers Nico Denz. Der Red-Bull-Profi war 100 Kilometer vor dem Ziel in einer Links-Rechts-Kombination weggerutscht und auf den Kopf gefallen.
Er blieb einen Moment lang sitzen und schien benommen zu sein, setzte das Rennen nach kurzem medizinischen Check aber doch fort, fand nochmal ins Hauptfeld zurück und erreichte das Ziel in Neapel schließlich mit knapp vier Minuten Rückstand auf dem 165. Platz.
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"Scheint sehr benommen zu sein" - Denz rutscht weg und knallt auf Kopf

Quelle: Eurosport

Zu Beginn der Etappe hatten sich nach wenigen Kilometern die Alpecin-Profis Luca Vergallito und Edward Planckaert zu zweit aus dem Hauptfeld abgesetzt. Sie bekamen dann noch Begleitung durch die drei Italiener Martin Marcellusi, Manuele Tarozzi (beide Bardiani - CSF) und Mattia Bais (Polti-Visit Malta) und nach 35 Rennkilometern ließ sich Planckaert ins Hauptfeld zurückfallen.
Das weitere Ausreißerquartett bekam nie mehr als eine Minute Vorsprung zugestanden, so dass auch sie bereits 37 Kilometer vor Rennende vom durch Lidl, Soudal und die Rockets angeführten Peloton wieder geschluckt wurden. Von da an lief alles auf den erwarteten Massensprint hinauf zur Piazza del Plebiscito in Neapel zu.

Rockets mit beeindruckendem Leadout, aber nicht belohnt

Dort zeigten die Unibet - Rose Rockets ein beeindruckendes Leadout bis rund 500 Meter vor dem Ziel. Elmar Reinders führte Dylan Groenewegen perfekt positioniert an der Spitze des Feldes in die 180-Grad-Kehre hinein, rutschte dann aber weg und nahm seinen Kapitän direkt mit zu Boden.
Dahinter musste auch Jonathan Milan ausklicken und viele weitere Fahrer gingen zu Boden. Am besten kam innen daneben noch Ballerini um die Ecke und sprintete dann mit Vorsprung die 400 Meter lange, ansteigende Zielgerade hinauf.
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Giro-Strecke: Profil der 6. Etappe - Wiedersehen mit Sprinter-Stadt Neapel

Quelle: Eurosport


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