Giro d'Italia 2026: Jonas Vingegaard absolviert Etappe ohne Drama - Visma warnt vor Gefahr im Kampf um Gesamtsieg

Groß in Erscheinung getreten ist Team Visma-Lease a Bike beim Giro d'Italia 2026 bislang nicht. Die niederländische Equipe verzeichnete noch keinen Podestplatz, das Rampenlicht wurde der Konkurrenz überlassen. Auf der dramatischen 5. Etappe verlor Superstar Jonas Vingegaard viel Zeit auf das Rosa Trikot. Doch Visma unterstreicht, dass alles nach Plan verläuft - und hat eine Gefahr auf dem Schirm.

Highlights - 5. Etappe: Brutaler Tag im Apennin mit verrücktem Finale

Quelle: Eurosport

Dem oscarverdächtigen Drehbuch zum Etappensieg von Igo Arrieta (UAE Team Emirates-XRG) hatte die schwarz-gelbe Phalanx nichts entgegenzusetzen. Mit Ausnahme von Victor Campenaerts, der immerhin 128 Kilometer in Gruppen vor dem Peloton verbrachte, absolvierte Team Visma-Lease a Bike einen unauffälligen Arbeitstag im Peloton.
Auf den 203 Kilometern zwischen Praia a Mare und Potenza sah sich das Feld starkem Dauerregen und am Berg sogar einstelligen Temperaturen ausgesetzt. Vor allem für Klassementfahrer wie Jonas Vingegaard eine knifflige Herausforderung, zumal auch die verbliebenen 16 Etappen im Blick gehalten werden müssen.
"Wir haben versucht, ihm alle Kleidung zu geben, die er braucht", erklärte Visma-Sportdirektor Marc Reef gegenüber "Cyclingnews" mit Blick auf die ungemütlichen Witterungsbedingungen. "Wir waren ziemlich oft mit dem Auto neben ihm und hatten die Taschen dabei, aber tatsächlich ist er heute ziemlich gut durch den Tag gekommen."
Der Favorit auf den Gesamtsieg habe "seine Jacke nur einmal gewechselt. Ihm war nicht kalt, er hatte gute Kleidung", hob Reef hervor. "Wir sind glücklich, dass wir sicher durchgekommen sind. Es war eine extreme Etappe. Jonas war über die ganze Zeit hinweg gut geschützt und mit Victor unter den Ausreißern waren wir auf alles vorbereitet."

Rückstand beim Giro: Visma und Vingegaard bleiben gelassen

Zwar wuchs der Rückstand von Vingegaard auf das Rosa Trikot von zehn Sekunden auf 6:22 Minuten an, bei Visma überwiegt jedoch der Optimismus. Zumal das Team um den dänischen Superstar nie einen frühen Angriff auf die Gesamtführung im Sinn hatte.
Der Ansatz ist simpel: Vingegaard soll Situationen vermeiden, in denen er für den Gesamtsieg mehr Kraft aufwenden - oder gar verschwenden - muss, als nötig wäre. Ein Angriff auf Rosa wäre am Mittwoch allemal möglich gewesen. Mit Blick auf seine Ambitionen bei der Tour de France soll sich der 29-Jährige aber nicht unnötig auspowern. Das gilt nicht nur für die Strecke.
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Zusammenfassung: Dramatisches Finale nach epischer Regenschlacht

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Ohne Gesamtführung ist Vingegaard nämlich zu keinerlei Interviews und Siegerehrungen im Anschluss an die Etappen verpflichtet und kann so direkt in den Regenerationsmodus schalten. Die aktuelle Situation entlastet auch seine Teamkameraden Sepp Kuss und Victor Campenaerts, die ebenso an der Tour teilnehmen.
Vingegaards erster Vorstoß wird auf der 7. Etappe erwartet, bei der Bergankunft am Blockhaus in den Abbruzzen gilt er als großer Favorit auf den Tagessieg und die Eroberung der Gesamtführung.

Giro: Vingegaard kann sich nur selbst schlagen

Ab diesem Moment kann sich Vingegaard nicht mehr "verstecken", hat aber gleichzeitig bereits ein Drittel der Italien-Rundfahrt äußerst kräfteschonend hinter sich gebracht.
Sollte der Plan am Blockhaus aufgehen, ist nur noch schwer vorstellbar, dass die Konkurrenz Vingegaard den Gesamtsieg noch streitig macht. Sportchef Reef ist sich der enormen Erwartungshaltung bewusst, trat aber angesichts einer unterschätzten Gefahr auf die Bremse. Denn Vingegaard kann sich nur selbst schlagen - auch körperlich.
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Giro-Strecke: Profil der 6. Etappe - Wiedersehen mit Sprinter-Stadt Neapel

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"Wir werden sehen müssen, welche Folgen ein solcher Tag hat", mahnte er. "In der Vergangenheit war das sehr gut zu beobachten: Ein paar Tage nach einer solchen Etappe ist im Peloton schon etwas im Gange."
Damit bezog er sich auf die Gesundheit der Fahrer, die nach einem Stresstest wie auf der 5. Etappe besonders im Fokus steht. "Ein solcher Tag hilft in dieser Hinsicht natürlich nicht", merkte Reef an. "Aber wir tun, was wir können, und wir hoffen, dass alle gesund bleiben."
Immerhin: Am Donnerstag erwartet das Peloton eine weniger anspruchsvolle Etappe. Das sechste Teilstück führt über 141 Kilometer von Paestum nach Neapel und weist nur knapp 680 Höhenmeter auf.
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Voigt im Chaos: Nässe, Kälte, Motorrad-Sturz und Heckscheibencrash

Quelle: Eurosport


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