Giro d'Italia 2026 - Jonas Vingegaard hadert mit frühem Transfer nach 3. Etappe: "Hätte den Trip lieber weggelassen"

Nach 2022 und 2025 erlebt der Giro d’Italia auch in diesem Jahr wieder einen sehr frühen Ruhetag nach nur drei Renntagen. Der Grund: Der Tross muss von Bulgarien nach Italien kommen, ein Transfer über rund 1000 Kilometer. Eine logistische Herausforderung für die Teams und Organisatoren, mit der nicht alle Beteiligten glücklich sind - so auch der große Favorit Jonas Vingegaard.

Giro-Strecke: Profil der 4. Etappe - Sprint nach steilem Berg?

Quelle: Eurosport

Für viele Equipes war bereits der Weg nach Bulgarien kompliziert zu meistern - mit langen Busreisen oder Flügen, die teilweise individuell oder als Team vorgenommen wurden.
Einige Teams, zum Beispiel Lotto-Intermarché entschieden sich dafür, den Betreuer- und Trainerstab aufzuteilen. Ein Teil war nur in Bulgarien verantwortlich, der Andere wird in Kalabrien ab der 4. Etappe am Dienstag übernehmen.
"Ich werde erleichtert sein, wenn wir am vierten Tag das italienische Festland erreichen", sagte der sportliche Leiter Bart Wellens. "Dann haben wir logistisch gesehen das Schlimmste hinter uns, und der Stress kann etwas nachlassen. Der Start war dieses Jahr für uns als Team organisatorisch schwierig. Es stehen ja auch noch mehr Transfers an."
Aus Sicht der Fahrer steht neben Reisestress auch die Gesundheit im Vordergrund. Joans Vingegaard (Visma-Lease a Bike) äußerte sich gegenüber "Feltet" nicht begeistert von dem frühen Reisetag: "Ich hätte den Trip lieber weggelassen und ich habe Maske und Handdesinfektionsmittel eingepackt."

Reisestrapazen für Fahrer und Betreuer

Wie die meisten Fahrer kamen auch Vingegaard und seine Teamkollegen schon am Sonntagabend in Italien an, wo in Catanzaro die 4. Etappe gestartet wird.
Eine Stunde Zeitverschiebung erwartete die Reisenden, ein Flug von knapp zwei Stunden Dauer und ein weiterer Transfer ins Hotel - folgerichtig auch mit einer späteren Nachtruhe verbunden.
Dafür können die Fahrer dann den Ruhetag schon im "Mutterland" des Giro verbringen, ihre Ausrüstung kam in den meisten Fällen aber erst am Montag nach.
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Highlights: Ausreißer drehen auf - Stars sprinten in Sofia

Quelle: Eurosport

Nicht der einzige lange Transfer beim Giro

Noch einmal steht ein sehr langer Weg ohne Rad für den Giro-Tross an. Nach der 20. Etappe, die in den Alpen in Piancavallo endet, geht es zurück gen Süden, wo in Rom die Abschlussetappe der Italien-Rundfahrt ansteht. Zwar bleibt das Feld dann im gleichen Land, die Strecke ist allerdings ähnlich weit wie jene von Bulgarien nach Italien.
Einige Teams nehmen den Transfer mit Humor. Am Flughafen stellten sich die Fahrer der Unibet – Rose Rockets gemeinsam mit Vingegaard die Frage: Rot oder Weiß? Und überlegten, welchen Wein sie mit in Richtung Hotel nehmen würden.
(Direkt zu Radsport-News.com)

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