Giro d'Italia - Max Walscheid fühlt sich um Sieg betrogen: Kamera-Motorräder haben "Ausgang des Rennens beeinflusst"

Es ist nicht der Giro d'Italia der Sprinter - das gilt auch und vor allem für Superstar Jonathan Milan. Auch auf der 15. Etappe der Italien-Rundfahrt ging der Italiener leer aus, stattdessen triumphierte in Fredrik Dversnes Lavik (Uno-X Mobility) ein Ausreißer. Milan-Anfahrer Maximilian Walscheid erhob direkt im Anschluss an die Etappe schwere Vorwürfe: Man sei um den Sieg gebracht worden.

Walscheid wütet: "Motorräder haben Rennen beeinflusst"

Quelle: Eurosport

"Heute haben Motorräder leider den Ausgang des Rennens beeinflusst und das ist für uns extrem enttäuschend", sagte der 32-Jährige am Eurosport-Mikrofon direkt nach dem Ende der Etappe.
Walscheid beschuldigte im Ziel allerdings die Kamera-Motorräder, zu wenig Abstand zu den vier Führenden gehalten zu haben. Somit hätten der Norweger und seine Mitstreiter lange Zeit in deren Windschatten fahren können.
"Die Spitzengruppe hat zweifelsohne einen guten Job gemacht und ich möchte ihnen jetzt auch nicht von ihrer sportlichen Leistung wegnehmen. Aber ich weiß, was ich selbst im Flachen kann", führte Walscheid weiter aus: "Ich weiß, dass ich hier einer der besten Zeitfahrer bin und ich hatte sehr gute Beine. Wir sind extrem hart im Finale gefahren und wir sind kaum näher gekommen und das ist auf eine unverfälschte Art und Weise praktisch unmöglich."
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Quelle: Eurosport

Walscheid "extrem sauer"

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Auf dem 15. Teilstück der Italien-Rundfahrt hatten die Sprint-Stars um Walscheid-Teamkollege Milan und Paul Magnier (Soudal Quick-Step) gemeinsam mit ihren Teams eine vierköpfige Ausreißergruppe um den späteren Tagessieger Dversnes Lavik ziehen lassen.
Im Velo-Club auf Eurosport relativierte daher Experte Rolf Aldag auch die Aussagen von Walscheid. "Ich muss sagen, beim Kommentieren hätte ich jetzt nicht als allererstes darauf getippt. Da sah es nicht so aus, als würden die direkt am Rad fahren. Von hinten ist es auch oft eine verfälschte Perspektive, da glaubst du natürlich immer, dass sie direkt hinter dem Motorrad fahren."
Walscheid aber war im Interview nicht zu bremsen und gab sich "extrem sauer": "Heute fühlt es sich so an, als wenn die Möglichkeit auf den Sieg weggenommen wurde. Da sind wir jetzt nicht die einzigen mit, aber wir haben sehr, sehr viel dafür investiert, um um den Sieg zu fahren. Von daher bin ich sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat."
Die wohl letzte Siegchance für Milan und Co. bietet sich erst zum Ende des Giro d'Italia - auf der Schlussetappe nach Rom.
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Quelle: Eurosport


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