Giro d'Italia 2026: Stürze, Regen, Chaos - Experte Jens Voigt erlebt einen der "miserabelsten Tage, die ich je erlebte"

Die 5. Etappe des Giro d'Italia war für die Fahrer eine gut fünf Stunden lange Tortur mit Dauerregen, rutschigen Straßen, Kälte und mehr als 4000 Höhenmetern. Der Zweikampf um den Etappensieg zwischen Igor Arrieta und Afonso Eulalio setzte dem Ganzen mit zwei Stürzen und einer Falschfahrt die Krone auf. Auch Eurosport-Experte Jens Voigt litt auf dem Begleitmotorrad mit.

Regen, Hagel, Chaos, Stürze: Voigt zittert nach 200 Kilometern

Quelle: Eurosport

"Diese Etappe ist wahrscheinlich auf dem Podium der miserabelsten Tage, die ich je erlebt habe", sagte Voigt zitternd nach dem 203 Kilometer langen Teilstück von Praia a Mare nach Potenza im Velo Club.
"Die Bedingungen waren unsagbar schlecht", erzählte der Experte, der die Etappe auf dem Reporter-Motorrad erlebt hatte.
"Es war unglaublich kalt, gerade oben an der Bergwertung. Dabei waren schon alle nass. Es war kalt und windig. Zweimal hat es gehagelt, das hat sogar mir mit meiner Lederjacke wehgetan. Es war so anstrengend für die Fahrer, die noch tagelang spüren werden, wie viel Energie sie aufwenden mussten."
Dabei war Voigt mittendrin im Geschehen dieser chaotischen Etappe. Gut 50 Kilometer vor dem Ziel meldete er sich beim Kommentatoren-Team, als sein Begleitmotorrad hinter einem gestürzten Motorrad zum Stehen kam. Auch Chris Hamilton von Picnic-PostNL war in den diesen Sturz verwickelt, konnte die Fahrt aber fortsetzen. "Es ist grauenhaft", kommentierte Voigt.
Eine andere Situation endete zum Glück glimpflich. Tudor-Profi Mathys Rondel stürzte durch die Heckscheibe eines Fahrzeugs von UAE-Emirates-XRG. Die Scheibe war kaputt, Voigt bestätigte nach Nachfrage beim sportlichen Leiter von Tudor, Marcel Sieberg, dass der Franzose ohne Verletzungen davonkam.
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Voigt im Chaos: Nässe, Kälte, Motorrad-Sturz und Heckscheibencrash

Quelle: Eurosport

Drama im Finale

Das Duell um den Etappensieg zwischen Arrieta und Eulalio zeigte dann noch einmal, wie hart dieses Teilstück war. Zunächst stürzte UAE-Profi Arrieta in einer Abfahrt auf dem Weg nach Potenza. Eulalio, der schließlich das Rosa Trikot von Giulio Ciccone übernahm, rutschte sechs Kilometer vor dem Ziel ebenfalls weg.
Knapp vier Kilometer später versteuerte sich Arrieta, der gerade wieder an Eulalio rangekommen war, und erwischte eine falsche Abzweigung auf dem Weg ins Ziel. Eulalio war aber so am Limit, dass er seinen Vorsprung nicht ins Ziel bringen konnte und der Spanier auf den letzten 200 Metern noch an ihm vorbeizog.
"Es war unglaublich hart mit dem Wetter und den vielen Anstiegen", sagte Eulalio im Ziel. "Ich glaube, jeder hat heute gelitten."
Er darf sich dafür immerhin mit dem Rosa Trikot trösten, das er trotz der Strapazen mindestens bis zur Etappe zum Blockhaus am Freitag (ab 15:00 Uhr im Liveticker) behalten möchte.
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Zusammenfassung: Dramatisches Finale nach epischer Regenschlacht

Quelle: Eurosport


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