Giro d'Italia 2026: Victor Campenaerts bezieht Stellung zum verbotenen Flaschen-Pinkeln - "kommt nicht wieder vor"
VonJan Zesewitz
Update 22/05/2026 um 15:19 GMT+2 Uhr
Vor dem zweiten Ruhetag des Giro d'Italia überraschte die Rennorganisation in ihrem Jury-Report mit einer ungewöhnlichen, aber klaren Aussage. Das Urinieren in Flaschen und deren anschließendes Wegwerfen sei strikt verboten, hieß es darin. Namen wurden nicht genannt, als "Erfinder" dieser Methode wurde schnell Victor Campenaerts ausgemacht. Der Profi von Visma-Lease a Bike bezog nun Stellung.
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Quelle: Eurosport
"Wir fahren durch das ganze Land", begann er in seinem Vlog auf "Instagram", der jeden Tag hinter die Kulissen seines niederländischen Teams blickt. "In den meisten Ländern ist es verboten, in der Öffentlichkeit zu urinieren. Außerdem sind viele Fans am Straßenrand. Meine Lösung war es, in eine Flasche zu pinkeln und die Flasche beim Teamauto abzugeben. Ich hatte nur gute Absichten."
Dies sah die Jury beim Giro d'Italia anders. Es gehe darum, "das Image des Radsports und des Giro d'Italia zu wahren", wie es in deren Report hieß.
Ein solches Vergehen ist ab sofort unter Strafe gestellt - ebenso wie das Urinieren vor Publikum, weswegen immer wieder Fahrer 200 Schweizer Franken Strafe zahlen müssen.
Das Hauptproblem: Viele Flaschen werden in Richtung Fans geworfen und von diesen als Souvenir aufgesammelt. Böse Überraschungen zum Inhalt möchte man vermeiden. Campenaerts wies diesen Vorwurf klar von sich.
Vingegaard: "Ich selbst mache es nicht, aber ..."
Sein Teamkapitän Jonas Vingegaard äußerte sich in dem Blog eher positiv zu dieser Praxis: "Ich selbst mache es nicht, aber es ist besser als vor anderen Leuten zu pinkeln", sagte der Topfavorit auf den Gesamtsieg beim Giro. "Denn so können sie dein ... dein Ding nicht sehen."
Campenaerts nahm sogar seine Rolle als Erfinder des Flaschen-Pinkels an und erklärte seine Beweggründe weiter: "Leider haben wir keine Pinkelzonen oder Toiletten am Straßenrand. Bei langen Etappen müssen wir uns irgendwie zurechtfinden und einen Platz finden. Das kann eine Herausforderung sein", sagte er, stellte aber auch klar: "Das Pinkeln in Flachen wurde jetzt von der UCI verboten, ich werde das also nicht mehr tun. Vielleicht bin ich der 'Erfinder' davon, aber es wird nicht wieder vorkommen."
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