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Großbritannien-Rundfahrt: Julian Alaphilippe und Remco Evenepoel geschlagen - Stephen Williams gewinnt 2. Etappe
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Publiziert 04/09/2024 um 18:35 GMT+2 Uhr
Am Hinterrad seiner beiden Konkurrenten hatte sich Julian Alaphilippe (Soudal - Quick-Step) einige Kilometer ausgeruht, bevor es in Redcar zum Zielsprint der 2. Etappe der Tour of Britain kam. Trotzdem konnte der Franzose nicht an Stephen Williams (Israel - Premier Tech) vorbeifahren, der als Tagessieger auch das Führungstrikot übernahm. Dritter im Bunde wurde nach 152 Kilometern Oscar Onley.
Alaphilippe geschlagen: Williams siegt und übernimmt Führung
Quelle: Eurosport
Joe Blackmore (Israel - Premier Tech) sicherte sich 21 Sekunden später den vierten Platz im Spurtduell mit vier Fluchtgefährten vor Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step).
Rund 50 Kilometer vor dem Ziel forcierte Evenepoel die Vorentscheidung, als er attackierte und mit 14 Begleitern zur Gruppe des Tages vorfuhr.
"Wir wollten nie in der Defensive sein. Als die steilen Hügel kamen, haben wir getan, was wir tun mussten. Wir haben die Verantwortung übernommen", erklärte der Belgier im Ziel-Interview seine frühe Attacke auf dem welligen Parcours.
Ineos Grenadiers hatte diesen Moment bei seinem Heimrennen komplett verpasst und geht somit nicht nur heute leer aus, sondern wahrscheinlich ebenfalls im Gesamtklassement.
Evenepoel: Alaphilippe "besser in Form"
Auch für Soudal brachte der Tag letztendlich nicht den erhofften Erfolg. "Wir sind für Julian gefahren. Am Ende war einer besser. So ist der Radsport", meinte Evenepoel dazu.
Acht Fahrer haben sich im Klassement einen deutlichen Vorsprung herausgefahren und sollten nun die größten Aussichten auf den Gesamtsieg haben.
"Schön für Julian! Für mich ist das nicht so wichtig. Er ist momentan besser in Form als ich. Ich helfe ihm darum. Morgen sollte ihm auch liegen, es ist kurz und explosiv. Er wird sicher etwas probieren", blickte Evenepoel voraus.
Williams freut sich über Heimsieg
Für Williams war es der erste Erfolg nach längerer Durststrecke. Zuletzt hatte der Waliser den Flèche Wallonne (1.UWT) gewonnen. Auch die Tour Down Under (2.UWT) hatte er im Januar zu seinen Gunsten entschieden.
Die Tour de France lief allerdings nicht nach Wunsch, dort kam der 28-Jährige nie über einen zwölften Etappenrang hinaus. Bei seiner Heimrundfahrt hingegen klappte es beim dritten Anlauf mit dem ersten Tageserfolg.
"Ich konnte hier noch nie die Arme in die Luft strecken, es ist etwas ganz Besonderes im Vereinten Königreich zu gewinnen, denn ich fahre hier sehr selten", freute sich der Sieger.
Bevor er jubeln durfte, musste er sich im Dreiersprint gegen Onley und Alaphilippe, der im Finale nicht mitführte, durchsetzen.
"Man muss es trotzdem immer probieren. Man muss den Kopf runternehmen und es einfach versuchen. Wer die besten Beine hat, gewinnt. Zum Glück war heute mein Tag. Jetzt habe ich ein tolles Trikot, dass ich die nächsten Etappen verteidigen kann. Ich habe ein tolles Team, das mich unterstützt", blickte der Brite voraus.
Beim Team Rembe Sauerland zeigte Paul Wright eine überzeugende Leistung. Der Neuseeländer kam mit 1:27 Minuten Rückstand ins Ziel, was Rang 26 bedeutete. In der Gesamtwertung liegt Wright nun auf Platz 23.
"Paul fährt hier ziemlich gut. Er war in der Lage, an diesen kurzen, steilen Anstiegen vorne mitzuhalten. Die WorldTour-Fahrer haben ihre Muskeln spielen lassen und Paul konnte dann dem Best-of-the-rest folgen. Jetzt heißt es, irgendwo Bonussekunden abzugreifen, so dass es im GC weiter nach vorne geht", erklärte Greg Henderson, der Sportliche Leiter von Rembe Sauerland, gegenüber "RSN".
Im Klassement liegt Williams sechs Sekunden vor dem besten Nachwuchsfahrer Onley und derer 16 vor Alaphilippe. Das Punktetrikot verteidigte Julius Johansen (Sabgal - Anicolor), der am zweiten Tag der Rundfahrt nicht in Erscheinung trat. Callum Thornley (Trinity) baute seine Führung im Bergklassement als Ausreißer weiter aus.
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