Julian Alaphilippe reagiert emotional auf seinen schweren Sturz - Weltmeister wieder zu Scherzen aufgelegt

Wann Julian Alaphilippe nach seinem schweren Sturz beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich wieder aufs Rad steigen kann, ist weiter ungewiss. Doch psychisch scheint der Weltmeister den Unfall gut verkraftet zu haben. Sein Cousin und Trainer, Franck Alaphilippe, verriet der Zeitung "L'Équipe", dass sein Schützling schon wieder Witze reiße und prophezeit einen noch stärkeren Julian in der Zukunft.

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Quelle: Eurosport

Sein Cousin und langjährigen Trainer, Franck Alaphilippe, war nicht mit dem restlichen Stab des Quick-Step-Teams nach Lüttich gereist und musste den Massensturz, der das Peloton der "Doyenne" bei der Annäherung an den Col du Rosier in zwei Teile teilte, als Fernsehzuschauer mit ansehen.
"Wie alle anderen habe ich eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass er nicht mehr vorne lag", sagte Franck Alaphilippe der "L'Équipe".
"Erst als ich das Luftbild sah, das ihn an den Baum gelehnt zeigte, wurde mir klar, dass es ernst war. Ich war besorgt, sehr besorgt sogar."

Franck Alaphilippe: Julian war überhaupt nicht niedergeschlagen

Montagmorgen rief er seinen Schützling per Videotelefonie an, um sich über dessen körperlichen und mentalen Gesundheitszustand zu informieren.
"Er war ein Unfallopfer und hatte immer noch große Schmerzen, aber er war überhaupt nicht niedergeschlagen", verriet Alaphilippe. "Er hat ein, zwei Witze gemacht, wie es seine natürliche Art ist. Ich war froh zu sehen, dass er schon wieder zu Scherzen aufgelegt ist."
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Aber klar sei laut Alaphilippe auch, dass sein Cousin "schwer verletzt und deswegen angewidert ist. Er sagte mir: 'Ich dachte, ich kann dem Baum noch ausweichen, wieder aufs Rad steigen und das Rennen fortsetzen. Aber ich musste ja unbedingt diesen Baum treffen...' Er hatte einfach viel Pech."
Wann Julian Alaphilippe wieder aufs Rad steigen kann, ist weiter ungewiss. Sein Team gab am Dienstag bekannt, dass eine Prognose derzeit nicht möglich sei.

Trainer sicher: Julian Alaphilippe wird noch stärker zurückkommen

Ursprünglich wollte sich Alaphilippe in der Sierra Nevada drei Wochen lang auf seine großen Saisonziele Dauphiné Libéré und Tour de France vorbereiten. Dieser Plan wurde jäh durchkreuzt.
"Jeder Fahrer erlebt in seiner Karriere mindestens ein sehr kompliziertes Jahr, in dem nichts geht: Julian ist mittendrin", sagte Franck Alaphilippe. "Er hat schon viele schwierige Momente erlebt, aber so eine schwarze Phase gab es noch nie. Seit Anfang des Jahres hat er sich eine Erkältung, eine Bronchitis und eine Grippe eingefangen, und nun stürzt er dreimal in weniger als zwei Monaten."
Dennoch ist sein Coach guter Dinge, dass Alaphilippe noch stärker zurückkommen wird. "Ich habe das Gefühl, dass ihm diese Episode noch mehr mentale Stärke verleiht, er wird noch entschlossener sein als zuvor. Wir können noch kein Datum für sein Comeback nennen, aber ich bin sehr optimistisch, was den Rest der Saison angeht."
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