Das Duo hatte sich am Poggio abgesetzt und einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel gerettet. Im Sprint der ersten Verfolgergruppe konnte sich Michael Matthews (Sunweb) den dritten Platz sichern. Vierter wurde der dreimalige Weltmeister Peter Sagan (bora-hansgrohe).
Mit dem Erfolg vom Samstag ist Van Aert endgültig in der Riege der weltbesten Klassikerfahrer angekommen. ""Ich bin natürlich sehr glücklich und kann es gar nicht glauben, zwei Rennen hintereinander gewonnen zu haben", beschrieb der 25-Jährige seine Gefühlslage nach dem größten Sieg seiner Karriere. "Ich habe keine Worte dafür. Ich weiß, das ist eine dumme Antwort. Aber jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt, ein Monument zu gewinnen."

"Um Haaresbreite!" Van Aert gewinnt Mailand-Sanremo 2020 hauchdünn

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Van Aert entscheidet Sprintduell mit Alaphilippe für sich

Der dreimalige Cross-Weltmeister ist der erste Belgier seit Andrej Tschmil im Jahr 1999, der Mailand-Sanremo für sich entscheiden konnte. Van Aert hatte sich lange Zeit im Feld versteckt, war aber zur Stelle,Alaphilippe am Poggio die vorentscheidende Attacke startete. "Der einzige Gedanke in meine Kopf war: Bleib dran, bleib dran, bleib dran!“, schilderte Van Aert die Szene. "Es funktionierte nicht, weil er ziemlich früh attackierte und ich eine kleine Lücke schließen musste. Ich fiel zurück, aber hinter mir war niemand. Deswegen hatte ich keine Wahl und musste weiter pushen. Dafür wurde ich in der Abfahrt belohnt"
Auf den letzten beiden Kilometern weigerte sich Alaphilippe dann aber, die Führungsarbeit zu übernehmen. Der Franzose wollte Van Aert schon vor dem Sprint aus der Reserve locken. "Julian hat das wirklich klug gespielt. Er zwang mich nach vorne, wo ich das Tempo aufrechterhalten musste, um das Feld abzuhalten. Es war schwer die richtige Geschwindigkeit zu finden und gleichzeitig Reserven für den Sprint aufzubewahren. Es war gerade so genug, denn am Ende war es nur eine halbe Radlänge."

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Der unterlegene Alaphilippe erkannte die Leistung seines Kontrahenten neidlos an und gratulierte schon kurz hinter der Ziellinie dem Sieger: "Wout ist wirklich stark gefahren. Am Poggio habe ich Vollgas gegeben, aber in der Abfahrt merkte ich, dass ich ihn nicht wirklich loswerden würde. Und im Sprint war er der Stärkste. Ich habe gemischte Gefühle, bin aber froh, wieder auf dem Podium zu tehen." Nach einer enttäuschende Strade Bianche scheint der Franzose mit Blick auf die Tour de France allerdings wieder auf dem richtigen Weg.

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(radsport-news.com)

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