Die Strafe sei eine Ergänzung zu den bereits vom BDR verhängten Sanktionen und geht ein Stück über diese hinaus. Moster dürfe nicht an Wettbewerben oder anderen organisierten Aktivitäten teilnehmen, dabei sei es unerheblich, welche Funktion er dort ausüben würde. "Die UCI verurteilt jede Form rassistischen und diskriminierenden Verhaltens und bemüht sich um Integrität, Vielfalt und Gleichheit im Radsport", hieß es in der Mitteilung.
Schon zu Wochenbeginn war Moster vom BDR "bis auf Weiteres" von allen internationalen Aufgaben entbunden worden. Zudem habe der 54-Jährige eine "schriftliche Abmahnung erhalten, die in die Personalakte eingeht und im Wiederholungsfall zu weiteren rechtlichen Konsequenzen führen wird". Die Maßnahmen des Präsidiums sind mit einer entsprechenden Kürzung des Gehalts verbunden.
Moster hatte während des olympischen Zeitfahrens der Männer in der vergangenen Woche den deutschen Fahrer Nikias Arndt mit den Worten "hol die Kameltreiber, hol die Kameltreiber, komm" angefeuert. Vor Arndt waren der Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier und der Algerier Azzedine Lagab im Kampf gegen die Uhr auf die Strecke gegangen. Einen Tag nach dem Zwischenfall war Moster vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zurück nach Deutschland geschickt worden.
Olympia - Radsport
Rassismus-Skandal: Moster bekommt weitere Konsequenzen zu spüren
02/08/2021 AM 15:49
(SID)
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