Jonas Vingegaard im Exklusiv-Interview: Dritter Tour-de-France-Sieg im Visier - und drei neue große Ziele 2025
Mit klaren Zielen geht Jonas Vingegaard in die Saison 2025: Der Däne hat seinen dritten Triumph bei der Tour de France nach seinen Siegen gegen Tadej Pogacar 2022 und 2023 fest im Visier - doch der 28-Jährige will nicht nur Wiederholungstäter sein, sondern auch Premieren feiern: gleich drei Rennen möchte der Kapitän des Teams Visma-Lease Bike in diesem Jahr erstmals für sich entscheiden.
Vingegaard exklusiv: Das sind die neuen Ziele des Topstars
Quelle: Eurosport
Das verspricht ein Fest für die Radsport-Fans: Bei der 112. Tour de France dürfte das Duell zwischen Vingegaard und Pogacar wieder ein Zweikampf auf Augenhöhe werden, nachdem in den letzten beiden Jahren jeweils einer der Superstars nach Sturz im Frühjahr nicht in absoluter Bestform war.
Vingegaard hatte es dabei besonders schwer erwischt, sein Unfall im Baskenland im April 2024 ließ ihn um sein Leben fürchten. Noch heute betont er im Gespräch mit Eurosport: "Es war viel schlimmer als viele Leute wissen. Letztlich sagt allein die Tatsache, dass ich acht Tage auf der Intensivstation lag, wie schwer es mich erwischt hatte."
Besonders bitter: Der Seriensieger war damals bis zu jenem Sturz "stärker als je zuvor" in Form und hatte das mit sieben Siegen unter Beweis gestellt.
Es dann aus dem Krankenbett wieder als Zweiter aufs Podium der Tour de France zu schaffen und dabei Pogacar auf einer Etappe auch im direkten Duell zu schlagen, "war unglaublich für mich und macht mich stolz", betont Vingegaard im Rückblick.
Vingegaard: Dritter Tour-Sieg ist das Ziel
Doch zweite Plätze reichen dem Kletterspezialisten in diesem Jahr als Ziel nicht mehr, macht er deutlich. "Das wird mein größtes Ziel: Dort zum dritten Mal zu gewinnen", sagt der 28-Jährige. Mit seiner "besten Vorbereitung und besten Form" nach einem hoffentlich verletzungsfreien Frühjahr sieht er sich alles andere als chancenlos gegen seinen slowenischen Dauerrivalen.
Aber nicht nur im Juli will Vingegaard glänzen, seine Jahresplanung hat noch drei andere große Ziele, wie er verrät: "Im Frühjahr will ich Paris - Nizza und die Katalonien-Rundfahrt und im Herbst die Vuelta a España angreifen. Bei allen drei Rennen gehe ich an den Start, um den Sieg zu holen und ich bin motiviert, alle dieses Rennen zu gewinnen."
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'Seeing him get to an even higher level gives me motivation' – Vingegaard on chasing Pogacar in 2025
Quelle: Eurosport
Vingegaard greift auch bei Vuelta an
An das "Rennen zur Sonne" in Frankreich hat Vingegaard nicht die besten Erinnerungen, bei seinem letzten Start dort wurde er von Pogacar klar geschlagen und in Nizza "nur" Dritter.
"Vor zwei Jahren habe ich es leider nicht geschafft zu gewinnen und natürlich bin ich heiß darauf, dort diesmal den Sieg zu holen", gibt Vingegaard als Ziel aus. Allerdings hat er mit Titelverteidiger Matteo Jorgenson auch Konkurrenz im eigenen Team, der Kampf um das Gelbe Trikot könnte dadurch besondere Brisanz bekommen.
Klarer ist die Rollenverteilung Ende März in Spanien, dort setzt Visma ganz auf Vingegaard und der brennt auf seine Premiere bei der extrem anspruchsvollen Rundfahrt, die drei schwere Bergankünfte im Programm hat.
"In Katalonien war ich noch nie am Start, darauf freue ich mich und auch dort will ich um den Sieg fahren", kündigt dieser an - es wäre der nächste Sieg in einem der einwöchigen Etappenrennen der höchsten Kategorie für ihn nach Dauphiné, Baskenland-Rundfahrt, Tirreno - Adriatico und der Polen-Rundfahrt.
Vingegaard: Das ist die Lehre aus meinem Sturz
Schließlich wagt sich Vingegaard in diesem Jahr auch wieder an das Double aus Tour de France und Vuelta a España. Den Doppelstart hatte er 2023 bereits erfolgreich absolviert, überließ aber den Gesamtsieg in Spanien damals in einer denkwürdigen Auflage um 17 Sekunden seinem Teamkollegen Sepp Kuss.
Ein solches Geschenk wird es 2025 kaum noch einmal geben, lässt er durchblicken. "Die Vuelta ist eines der größten und ganz besonderen Rennen, das habe ich schon immer im Fernsehen verfolgt und würde es gerne gewinnen", hinterlegt der einstige Edelhelfer von Primoz Roglic seine Ambitionen.
Und welche Lehre nimmt er in all diese Rennen aus seinem schweren Sturz am 4. April 2024 mit? "Dass so ein Unfall auch mir passieren kann - auch wenn man denkt, sein Rad gut zu beherrschen. Denn ich dachte immer: Mir wird das nicht passieren, ich habe mein Rad im Griff. Aber es kann einen eben doch erwischen, auch mich", sagt Vingegaard.
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'Boom, he takes it!' – Vingegaard's top five wins in 2023 featuring THAT time trial
Quelle: Eurosport
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