Team Visma vernascht Rivalen mit Überraschungscoup auf 6. Etappe - Florian Lipowitz jetzt Zweiter in Gesamtwertung

Auch ohne Jonas Vingegaard gibt Team Visma bei Paris-Nizza den Ton an: Mit einem erfolgreichen Überraschungsangriff dominierten Spitzenreiter Matteo Jorgenson (USA) und seine Helfer die 6. Etappe und verteidigten das Gelbe Trikot. Der Tagessieg ging im Dauerregen an den dänischen Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Lidl), Florian Lipowitz wurde Elfter und ist nun Zweiter der Gesamtwertung (+0:40).

Highlights der 6. Etappe: Visma dreht im Dauerregen grandios auf

Quelle: Eurosport

Das Team Visma hatte 57 Kilometer vor dem Ziel die Kuppe der letzten Bergwertung genutzt, um mit einer Attacke das Feld zu überraschen und für eine Vorentscheidung zu sorgen. Mit sechs Fahrern ging der niederländische Rennstall in die Offensive und nur wenige Fahrer, darunter Lipowitz (Red Bull) und auch Maximilian Schachmann (Soudal) waren wachsam und hielten Anschluss.
Nur der Ineos-Mannschaft gelang es noch, geschlossen als Sextett den Anschluss herzustellen, sodass an der Spitze 16 Fahrer versammelt waren - der Rest des Pelotons wurde bie Temperaturen von nur fünf Grad kalt erwischt. Die Verfolgungsjagd des abgehängten Feldes blieb erfolglos, entsprechend groß war der Frust bei den kalt erwischten Mitfavoriten.
"Wir haben heute morgen einen Plan geschmiedet und ihn perfekt umgesetzt", verriet Jorgenson nach der Etappe, "ich bin so stolz auf meine Teamkollegen".
Sportdirektor Grischa Niermann zeigte sich mehr als glücklich über den erfolgreichen Coup. "Das war ein wunderbares Rennen und ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Das war ein starker Beweis der Widerstandsfähigkeit dieser Truppe nach der Neuigkeit von Jonas Vingagaards Ausstieg heute morgen."
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Visma attackiert entscheidend - nur Ineos kann reagieren

Quelle: Eurosport

Zu den geschlagenen Stars gehörten insbesondere Joao Almeida (Portugal/+1:54) und der französische Vortagessieger Lenny Martinez (+8:57). So stellte die eigentlich meist flache Etappe das Rennen völlig auf den Kopf: Lagen am Start noch 29 Fahrer innerhalb einer Minute im Klassement, waren es im Ziel von Berre l'Etang in Südfrankreich nur noch drei.
In der Gesamtwertung haben neben Jorgenson und Lipowitz jetzt nur noch Mattias Skjelmose (+0:59) und Thymen Arensman (+1:20) Chancen auf den Sieg am Sonntag in Nizza.
Etappensieger Pedersen sprach von einem "sehr schweren Tag mit purem Leiden", der ihn an seinen WM-Sieg in Harrogate erinnert habe: "Es gab mal einen Tag Ende September 2019, da war es noch härter, aber das Ergebnis war auch ein Sieg!"
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Knappe Kiste in der Kälte: Pedersen sprintet zum Etappensieg

Quelle: Eurosport

Vingegaard muss aufgeben - Königsetappe modifiziert

Topfavorit Jonas Vingegaard hatte nach seinem Sturz am Vortag das "Rennen zur Sonne" aufgeben müssen.
Die für Samstag angesetzt eigentliche Königsetappe von Paris - Nizza (ab 14:30 Uhr im Liveticker) wurde witterungsbedingt modifiziert, endet aber wie geplant als Bergankunft am Ende eines Anstieg mit 7,3 Kilometern Länge und durchchnittlich 7,2 % Steigung im Skiort Aurol auf 1614 Metern Höhe.
Am Schlusstag stehen rund um Nizza dann drei Anstiege der 1. Kategorie auf dem Programm.
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"Eigentlich Rote Karte!": Visma-Profi erwischt fast Fan

Quelle: Eurosport


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