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Paris-Roubaix: Mathieu van der Poel triumphiert in der "Hölle des Nordens" - John Degenkolb erlebt Sturz-Drama
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Publiziert 09/04/2023 um 17:03 GMT+2 Uhr
Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) hat seine Monumente-Sammlung um den begehrten Pflasterstein von Paris-Roubaix erweitert. Der Niederländer gewann am Ostersonntag nach 256,6 Kilometern von Compiègne nach Roubaix die 120. Auflage des Kopfsteinpflaster-Klassikers im Norden Frankreichs als Solist. Lange vorne dabei war auch John Degenkolb, doch der Hesse stürzte 16,4 Kilometer vor dem Ziel.
Van der Poel siegt bei Paris-Roubaix - Tränen bei Degenkolb
Quelle: Eurosport
Mit 46 Sekunden Rückstand auf Sieger Mathieu van der Poel erreichte Teamkollege Jasper Philipsen knapp vor Wout van Aert (Jumbo-Visma) das Ziel im berühmten Velodrome von Roubaix und bescherte Alpecin-Deceuninck einen Doppelsieg.
Für van der Poel ist es in diesem Jahr bereits der zweite Erfolg bei einem Monument. Im März hatte der 28-Jährige ebenfalls als Solist Mailand-Sanremo gewonnen.
Zugleich ist es der zweite niederländische Triumph in Roubaix in Folge. Im Vorjahr hatte sich Dylan van Baarle die begehrte Pflasterstein-Trophäe gesichert. Diesmal beendete ein Sturz im Wald von Arenberg alle Hoffnungen auf ein weiteres Top-Ergebnis. Der Titelverteidiger musste das Rennen gar vorzeitig aufgeben.
Den insgesamt starken Auftritt der neun deutschen Starter krönte John Degenkolb (DSM). Der 34-Jährige, dem der 3,7 km lange Pave-Sektor 17 zwischen Hornaing und Wandignies gewidmet ist, zeigte ein herausragendes Rennen, musste alle Siegträume nach einem Sturz in der Schlussphase aber begraben. Degenkolb war auf dem letzten Fünf-Sterne-Sektor Carrefour de l'Arbre mit van der Poel kollidiert und zu Fall gekommen.
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"Das darf doch nicht wahr sein!" Degenkolb stürzt an der Spitze
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Paris-Roubaix: Degenkolb fährt mit Tränen in den Augen ins Ziel
Der Oberurseler fuhr die Schlussrunde im Velodrom mit Tränen in den Augen. Am Ende belegte er den siebten Platz (+2:35 Minuten).
2015 hatte Degenkolb als zweiter Deutscher nach Josef Fischer (1896) bei der "Königin der Klassiker" triumphiert.
Paris-Roubaix: Deutsche Fahrer mischen von Beginn an vorne mit
In einer äußerst schnellen Anfangsphase wurden zunächst alle Fluchtversuche unterbunden. Erst wenige Kilometer vor dem ersten von 29 Pave-Sektoren setzte sich eine kleine Gruppe ab, zu der auch die deutschen Fahrer Jonas Koch (Bora-hansgrohe) und Juri Hollmann (Movistar) zählten.
Am Abschnitt zwischen Troisvilles und Inchy - den ersten 2,2 von insgesamt 54,5 Kilometern Kopfsteinpflaster - entwickelte das Rennen eine neue Dynamik. Stürze und Defekte blieben nicht aus.
Auch Nils Politt (Bora-hansgrohe) wurde von einem mechanischen Problem aufgehalten. Der Kölner kehrte zwar ins Hauptfeld zurück, verpasste im entscheidenden Moment aber den Anschluss.
Degenkolb dagegen spielte schon vor dem berüchtigten Wald von Arenberg - der ersten Schlüsselstelle des Rennens - seine Erfahrung aus. Der gut positionierte DSM-Profi setzte sich mit den Top-Favoriten van Aert und van der Poel ab und überstand auch die brutale Arenberg-Schneise schadlos. Für Vorjahressieger van Baarle (Jumbo-Visma) endeten dort alle Sieghoffnungen nach einem Sturz.
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Schwerer Sturz im Wald von Arenberg - Titelverteidiger raus!
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Paris-Roubaix: Degenkolb hält sich gegen van der Poel und Co. lange schadlos
Die nun hochkarätig besetzte 13-köpfige Spitzengruppe, der zunächst vier Deutsche angehörten, schrumpfte im Ausscheidungsfahren in Richtung Ziel. Degenkolb überzeugte dabei mit Einsatz, Willen und Cleverness. Attacken des Duos van der Poel und van Aert fing der 34-Jährige teils im Alleingang ab.
Der Lohn für seine herausragende Leistung blieb Degenkolb jedoch verwehrt. Auf dem letzten Fünf-Sterne-Sektor Carrefour de l'Arbre kam es bei einem Überholmanöver van der Poels zum Kontakt mit Degenkolb. Auf einer Wiese neben dem Kopfsteinpflaster verlor Degenkolb die Kontrolle über sein Rad und stürzte bei hoher Geschwindigkeit.
Zwar konnte er das Rennen fortsetzen, alle Chancen auf den Sieg waren aber dahin. Diesen ließ sich van der Poel nicht mehr nehmen, auch, weil van Aert von einem Hinterradschaden ausgebremst wurde.
Am Samstag hatte die Kanadierin Alison Jackson die dritte Auflage des Frauenrennens gewonnen. Die 34-Jährige siegte nach 145,4 km und insgesamt 29,2 km Kopfsteinpflaster. Beste Deutsche wurde Romy Kasper auf dem 17. Platz.
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(mit SID)
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Zwei Stürze in Folge! Chaos im Peloton, Sagan betroffen
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