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Tony Martin beginnt sein neues Leben und stellt klar: "Werde kein Frührentner"
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Publiziert 23/09/2021 um 12:08 GMT+2 Uhr
Tony Martin hat seine Karriere mit einem letzten WM-Titel beendet. Mit Projekten lässt er sich Zeit, vorerst will er die neue Freiheit mit der Familie genießen. Am ersten Tag eines neuen Lebens erwartete ihn gleich die schönste aller Belohnungen. In seiner Schweizer Wahl-Heimat Kreuzlingen nahmen Ehefrau Nina und die beiden Töchter den Ex-Radprofi nach der langen Autofahrt aus Belgien in Empfang.
Tony Martin freut sich auf das "normale Leben"
Fotocredit: Getty Images
Allzu viel Schlaf hatte Martin zuvor nicht gefunden. Erst nach Mitternacht endete die Feier im Teamhotel des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Mit Sekt wurde auf den WM-Triumph mit der Mixed-Staffel in Martins letztem Rennen angestoßen, es gab Torte mit einer "Danke Tony"-Aufschrift, mit einer Dia-Collage wurde an die vielen Höhepunkte in seiner Karriere erinnert.
Gold beim Gang in den Radsport-Ruhestand war dabei nur der krönende Abschluss. "Ich hätte mir keinen schöneren Abschied wünschen können", sagte Martin. An der Seite von Max Walscheid, Nikias Arndt sowie den Bahn-Olympiasiegerinnen Lisa Brennauer, Lisa Klein und Mieke Kröger hatte der 36-Jährige den Platz ganz oben auf dem Podium erobert.
Sein bevorstehendes Karriereende setzte bei seinen Teamkollegen zusätzliche Kräfte frei. "Als ich auf der Startrampe stand, habe ich gedacht: 'Den schießen wir heute in den Orbit'", sagte Walscheid. Brennauer meinte: "Es hat uns alle beflügelt und uns Aufwind gegeben."
Nach vier WM-Titeln im Einzelzeitfahren fügte Martin seiner Trophäensammlung am Ende ein weiteres Regenbogentrikot hinzu. Wie das Gelbe Trikot der Tour de France, das er 2015 vorübergehend trug, sind sie nun Erinnerungen an einen früheren, prägenden Abschnitt.
Martin über "das normale Leben" und seine Pläne
Nun jedoch, so Martin, "beginnt das normale Leben". Die unzähligen Trainingsstunden, die vielen Rennen auf der ganzen Welt, das Leben aus dem Koffer, die Entbehrungen im privaten Bereich - all das hat für Martin ein Ende.
Auch um Stürze und gefährliche Verletzungen muss er sich nicht mehr sorgen. Die Risiken des Radsports waren maßgeblich bei seiner Entscheidung für den Rücktritt gewesen. Er habe für sich entschieden, dass er die Gefahren "nicht mehr will, zumal sich, trotz vieler Diskussionen um Streckenführungen und Absperrungen, die Sicherheit in Radrennen nicht verbessert hat."
Im Fokus steht stattdessen vorerst ausschließlich die Familie. Martin sagte:
Wie es dann weitergehe, werde er über den Winter entscheiden.
Zur Ruhe setzen wird er sich am Bodensee aber nicht. Martin meinte:
Womöglich gibt Martin seine Erfahrung an die Jugend weiter. Gespräche über eine Kooperation mit einer Sportschule in Kreuzlingen hat Martin bereits vor längerer Zeit geführt.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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