Remco Evenepoel fährt 1000. Sieg für Quick-Step im Zeitfahren der Dauphiné-Rundfahrt ein - Patrick Lefevere emotional

Noch vor Kurzem wäre Patrick Lefevere am Streckenrand in Saint-Péray gestanden, als Remco Evenepoel einen überlegenen Zeitfahr-Sieg im Rahmen des Critérium du Dauphiné einfuhr. Diesmal sah er am Fernseher zu, wie sein Schützling den Erfolg für "sein" Soudal Quick-Step feierte - nicht irgendeinen Erfolg: Laut der Rechnung des belgischen Teams war es der 1000. Sieg für die Equipe.

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Quelle: Eurosport

"Das ist für dich, Patron", sagte Evenepoel in Richtung seines einstigen Lehrmeisters, der sich Ende des vergangenen Jahres aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und die Leitung dem CEO Jurgen Foré übertragen hatte.
"Ich werde nicht so schnell emotional, aber ich hatte heute trotzdem einen Kloß im Hals", sagte Lefevere selbst gegenüber "Sporza". "Ich habe viele Emotionen gespürt, weil ich glaube, ich fange gerade erst an zu verstehen, was diese 1000 Siege eigentlich bedeuten. Das hat vor uns noch niemand geschafft. Manche sagen: Ja, Movistar hat auch 999, aber das seit 1980."
Nun fuhr Evenepoel den 1000. Erfolg ein. Der erste Grand-Tour-Gesamtsieger des Teams (Vuelta 2022) und der wohl talentierteste Fahrer, den das Team hervorgebracht hat.
"Freue ich mich, dass es Remco ist? Eigentlich hätte es diese Woche beim Antwerp Port Classic Tim Merlier sein sollen", sagte Lefevere: "Dann hätte ich mich auch gefreut, aber das ist nochmal etwas anderes. Remco gewinnt ein WorldTour-Rennen im Weltmeistertrikot … Das ist das i-Tüpfelchen."

Sind es wirklich 1000 Siege für Soudal Quick-Step?

Die Rechnung der 1000 Siege des Teams gehen einige Radsport-Statistiker nicht mit - in der langen Radsport-Geschichte gibt es einige Zweifel darüber, welche Rennen in die Wertung eingehen sollten. Dazu kommen einige wegen Dopings aberkannte Erfolge, wie jene des Spaniers Carlos Barredo.
Lefevere prägte das Team von Beginn an. 2003 startete die Erfolgsgeschichte mit einem Sieg von Servais Knaven bei der Katar-Rundfahrt, kurz daruf gewann Paolo Bettini bei Mailand - Sanremo das erste Monument für die belgische Equipe.
"Unter meiner Führung haben wir immerhin 984 Siege geholt", scherzte der "Patron" über seine Zeit an der Spitze von Soudal Quick-Step. Evenepoel dachte schon im Vorfeld an den ehemaligen Chef: "Er hatte mir heute Morgen bereits eine Nachricht geschickt: 'Wenn ich gewinne, ist es für dich, Patron", schrieb er. Und wie immer hat er Wort gehalten."
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Quelle: Eurosport


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