Tour de France Femmes – Kasia Niewiadoma bittet nach Vorwürfen gegen Vollering-Helferin Célia Gery um Entschuldigung
Von Niklas Bien
Publiziert 10/08/2026 um 08:14 GMT+2 Uhr
Die Kontroverse um Kasia Niewiadoma und Célia Gery hatte vor der abschließenden Etappe der Tour de France Femmes hohe Wellen geschlagen. Die junge Helferin von Tour-Siegerin Demi Vollering sah sich wegen der Kritik ihrer polnischen Konkurrentin Anfeindungen ausgesetzt. Nach der neunten Etappe hat sich Niewiadoma bei Gery entschuldigt, wie Lars Boom, Sportdirektor von FDJ United-Suez, berichtete.
Aussprache auf dem Rad: Niewiadoma und Vollering diskutieren
Quelle: Eurosport
"Kasia hat sich gerade erst entschuldigt, und wir haben im Fernsehen auch gesehen, dass sie sich auf dem Rad mit Demi (Vollering, d. Red.) unterhalten hat", sagte Boom nach dem zweiten Tour-Sieg seiner Topfahrerin.
Niewiadoma, letztlich mit 1:18 Minuten Rückstand Zweite, hatte Gery vorgeworfen, sie kurz vor dem Ende der achten Etappe am Samstag absichtlich in eine Absperrung gedrängt zu haben. In der Folge setzte Vollering zur Attacke an und schnappte sich das Gelbe Trikot.
"So verhält man sich niemals, schon gar nicht Célia. Es ist wirklich schade, dass sich das Ganze so schnell aufgeblasen hat, vor allem für Célia – das war wirklich hart für sie", wird Boom von der "L'Equipe" zitiert.
Der 20-jährigen Tour-Debütantin, so Teamkollegin Juliette Berthet, sei es "wirklich schlecht" gegangen: "Sie hat unzählige Hassnachrichten und Beleidigungen erhalten, daher hatte sie eine schwierige Nacht. Auch heute Morgen war es noch schwierig. Wir haben versucht, sie wieder zu motivieren, und sie hat sich tapfer durchgekämpft."
Boom spricht eindringliche Warnung aus
Die Vorwürfe gegen Gery hätten die Stimmung im Team FDJ United-Suez am Samstagabend trotz der eroberten Gesamtführung getrübt.
Dass Vollering im Siegerinneninterview am Sonntag zuallererst betonte, an Teamkollegin Gery gedacht zu haben, zeigt, wie präsent das Thema im französischen Erfolgsteam war. Noch vor der Etappe hatte sich die Niederländerin mit deutlichen Worten vor ihre 20-jährige Helferin gestellt.
"Sie war außergewöhnlich – man muss sich bewusst machen, welche Arbeit sie geleistet hat und welche Stärke sie auf allen Etappen gezeigt hat. Sie kann stolz sein, und wir alle können stolz auf uns sein", sagte Berthet.
Mit dem Ende der Tour de France Femmes – und weil Vollering auf der letzten Etappe noch einmal einen ordentlichen Vorsprung herausfuhr – wird auch diese Kontroverse wieder an Schärfe verlieren. Die Warnung von Sportdirektor Boom gilt aber auch für die Zukunft: "Man darf die Auswirkungen der Medien niemals unterschätzen", betonte der Niederländer.
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Highlights: Vollering und Niewiadoma im spektakulären Duell
Quelle: Eurosport
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