Tour de France Femmes 2026: Pauline Ferrand-Prévot kämpft gegen das Ungewisse - Französin im Zeitfahren gefordert
Publiziert 04/08/2026 um 10:46 GMT+2 Uhr
Pauline Ferrand-Prévot hat die ersten drei Etappen der Tour de France Femmes ohne größere Probleme überstanden und liegt im Kampf um die Gesamtwertung weiterhin aussichtsreich im Rennen. Vor den entscheidenden Bergetappen steht für die Titelverteidigerin jedoch zunächst das 21 Kilometer lange Einzelzeitfahren an - eine Disziplin, in der ihre aktuelle Leistungsstärke nur schwer einzuschätzen ist.
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Quelle: Eurosport
Auf der dritten Etappe wurde das Feld trotz des unmittelbar bevorstehenden Zeitfahrens früh unter Druck gesetzt. Statt Kräfte zu sparen, entwickelte sich besonders am letzten Anstieg ein intensiver Schlagabtausch zwischen den Anwärterinnen auf das Gelbe Trikot.
"Natürlich wussten wir, dass es eine harte Etappe wird, aber ich hätte nicht erwartet, dass das Rennen so früh explodiert", sagte Ferrand-Prévots Teamkollegin Femke de Vries. "Mit Blick auf das Zeitfahren dachte ich, dass viele Fahrerinnen heute keine großen Risiken eingehen würden. Doch am letzten Anstieg ging das Rennen richtig los - von da an mussten wir alle Vollgas geben."
Während Sigrid Haugset ihren Solosieg ins Ziel brachte, attackierten im Feld der Favoritinnen zunächst Kim Le Court-Pienaar und anschließend Kasia Niewiadoma-Phinney. Ferrand-Prévot geriet dabei kurzzeitig unter Druck, fand jedoch rasch wieder den Anschluss.
Im Ziel kam sie gemeinsam mit den übrigen Favoritinnen als Zehnte an und behauptete damit ihre gute Ausgangslage im Gesamtklassement, wo sie 2:10 Minuten hinter Haugset liegt - und mitten in der Favoritengruppe.
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Pauline Ferrand-Prévot kämpft um die Titelverteidigung bei der Tour de France Femmes 2026
Fotocredit: Getty Images
Zeitfahren für Ferrand-Prévot eine Ungewissheit
Ob sie diese Position im Zeitfahren am Dienstag (ab 15:30 Uhr live im Stream bei HBO Max) halten oder sogar verbessern kann, ist die große offene Frage. Anders als ausgewiesene Spezialistinnen wie Marlen Reusser, Anna van der Breggen oder Demi Vollering verfügt die Französin kaum über aktuelle Wettkampfpraxis gegen die Uhr.
Dennoch gibt sich die 34-Jährige optimistisch. "Ich mag diese Art von Herausforderung. Deshalb habe ich das Zeitfahren sehr ernst genommen und glaube, dass ich meine Hausaufgaben gut gemacht habe", erklärte Ferrand-Prévot.
Visma-Sportdirektor Jos van Emden sieht Ferrand-Prévot ebenso gewappnet. "Bisher läuft alles nach Plan", wurde er in einer Mitteilung des Teams zitiert.
"Pauline befindet sich in einer guten Ausgangsposition. Im Zeitfahren wollen wir das bestmögliche Ergebnis erzielen. Wir schauen nicht auf die Konkurrenz, sondern konzentrieren uns ausschließlich auf unsere eigene Leistung. Am Ende werden wir sehen, wofür es reicht."
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