Tour de France Femmes 2026 - Solo-Flucht endet dramatisch: Lorena Wiebes hat in Genf das letzte Wort und siegt erneut
Lorena Wiebes (Team SD Worx-Protime) hat auch die 2. Etappe der Tour de France Femmes gewonnen. Die Niederländerin siegte nach 148 km von Aigle nach Genf im Sprint vor Elisa Balsamo (Lidl-Trek) und Marianne Vos (Visma-Lease a Bike) und baute damit ihre Führung in der Gesamtwertung aus. Lange Zeit sah es nach einem Solo-Coup von Riejanne Markus aus, sie wurde jedoch 400 Meter vor dem Ziel gestellt.
Highlights: Ausreißerin lässt Sprint-Stars mit Solo-Flucht lange zittern
Quelle: Eurosport
Beste Deutsche war Linda Riedmann (Lotto-Intermarché) auf einem starken zehnten Platz.
Wiebes, die am Vortag die erste Etappe in Lausanne gewonnen und damit das Gelbe Trikot erobert hatte, vollendete dabei die Maßarbeit ihrer Teamkolleginnen.
Erst 400 m vor dem Ziel der am Sitz des Rad-Weltverbandes gestarteten Etappe holte das Feld mit den SD-Worx-Helferinnen an der Spitze Ausreißerin Markus, ebenfalls Niederlande, ein.
Die frühere Vuelta-Zweite Markus aus dem deutschen Team Lidl-Trek hatte sich 39 km vor dem Ziel aus einer Fluchtgruppe abgesetzt und hatte bei der Fünf-Kilometer-Marke noch 30 Sekunden Vorsprung.
"Ich hätte nicht gedacht, so nah an einen Sieg ranzukommen. Es war sehr aufregend und wir werden es wieder versuchen", sagte Markus anschließend am Eurosport-Mikrofon.
Im Sprint war Wiebes, die in der Gesamtwertung mit 14 Sekunden Vorsprung auf Kim Le Court-Pienaar (Mauritius) führt, erneut die mit Abstand stärkste. Auf Rang drei liegt Wiebes' Landsfrau Demi Vollering (FDJ United-Suez/+0:16 Sekunden).
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/08/02/image-37bba984-27bd-42d9-90e3-d0bf4a45e307-85-2560-1440.jpeg)
Dramatisches Finale: Ausreißerin vor Zielgerade gestellt - Wiebes siegt
Quelle: Eurosport
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/08/02/image-452fcc7d-c972-4572-b369-2dbd6e5efa19-85-2560-1440.png)
Markus trotz verpasstem Coup zufrieden: "Es war sehr aufregend"
Quelle: Eurosport
Wiebes: "Lag an mir, meinen eigenen Weg zu finden"
"Meine Teamkolleginnen haben im Finale Vollgas gegeben, um Markus zurückzuholen. Es war dann umso schöner, den Sieg im Gelben Trikot zu vollenden", freute sich Wiebes.
"Sie (Markus; Anm. d. Red.) hat es lange geschafft, vorne zu bleiben und wir haben uns dann entschlossen, auch Lotte (Kopecky; Anm. d. Red.) in die Tempoarbeit einzubinden, weil wir jede Fahrerin gebraucht haben", erklärte die strahlende Siegerin weiter und ergänzte:
"Dann lag es an mir, meinen eigenen Weg zu finden, und ich habe einige gute Hinterräder gefunden und bin 200 Meter vor dem Ziel aus dem Windschatten herausfahren. Dann habe ich meinen Sprint gestartet”, so Wiebes weiter.
Am Ende sprang für die Sprint-Königin der 133. Sieg ihrer Profi-Karriere und der insgesamt siebte bei der Tour de France Femmes heraus.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/08/02/image-f82395a7-6051-49dd-8e9a-79e1e9aa6cd1-85-2560-1440.png)
Wiebes nach Doppelschlag hocherfreut: "Es ist so besonders"
Quelle: Eurosport
Niedermaier hält sich schadlos
Antonia Niedermaier (Rosenheim), die am Samstag nur knapp das Weiße Trikot der besten jungen Fahrerin verpasst hatte, kam zeitgleich mit Wiebes ins Ziel und liegt im Gesamtklassement auf Platz 17.
Für die prominentesten deutschen Fahrerinnen begann die Tour recht ernüchternd. Paris-Roubaix-Siegerin Franziska Koch (Mettmann/FDJ United-Suez), die sich in den Dienst ihrer Kapitänin Demi Vollering stellen musste, und die frühere Tour-Etappensiegerin Liane Lippert (Friedrichshafen/Movistar) kassierten bereits am Samstag mehr als elf Minuten Rückstand.
Während für Lippert am Sonntag nichts mehr hinzukam, hatte Koch erneut mehr als sieben Minuten Rückstand.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/08/02/image-2385291a-ccae-424c-bc0b-2264fa853672.jpeg)
Antonia Niedermaier kämpft bei der Tour de France 2026 um eine Topplatzierung
Fotocredit: Getty Images
Tour-Abstecher in der Schweiz beendet
Ricarda Bauernfeind (Ingolstadt), die 2023 als bislang letzte Deutsche eine Etappe gewonnen hatte, war von ihrem Team Lidl-Trek nicht nominiert worden.
Am Montag verlässt die Tour auf der dritten Etappe die Schweiz. Auf den 156,5 km zwischen Genf und Poligny stehen die Hauptschwierigkeiten früh an, quasi vom Start weg geht es bergauf.
Die Spitze des Col de la Faucille (1. Kategorie) erreichen die Fahrerinnen bereits nach 24 km. Danach gibt es aber reichlich Gelegenheit wieder aufzuschließen. Die Tour endet am 9. August in Nizza.
Das könnte Dich auch interessieren: Experte kritisiert Tour-Teilnahme von Seixas: "Kennt jetzt Pogacars Hintern"
(mit SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/31/image-9c01a80a-dffe-476b-be05-b67ca136640c-85-2560-1440.png)
Tour de France Femmes - Strecke 3. Etappe: Ab nach Frankreich
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Ergebnisse
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/sport/timejudgesports/competition/logo/300/31411.png)
2. Etappe | FlachetappeAigle → Genf / 147.9 km
1
L. WiebesBeendet
Kommentar
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-75bf2e61-56ec-4375-aef6-96b1adf156e9-68-310-310.jpeg)