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Chris Froome und Geraint Thomas nicht zur Tour: Ineos knallhart
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Publiziert 19/08/2020 um 09:18 GMT+2 Uhr
Ohne Chris Froome und Geraint Thomas startet Team Ineos bei der Tour de France 2020. Der Rennstall verzichtet in seinem Aufgebot auf die beiden Ex-Sieger. Die Leistungen der beiden Briten in den bisherigen Rennen waren zu durchwachsen, um die Mannschaftsleitung von ihrer Nominierung zu überzeugen. Einziger Kapitän dess Rennstalls wird damit Titelverteidiger Egan Bernal aus Kolumbien sein.
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Teamchef Dave Brailsford erklärte die Entscheidung als Ergebnis einer umfassenden Einschätzung des Leistungsstands und der Formentwicklung seiner Stars: "Wir haben genau analysiert, wie wir die Tour in diesem Jahr gewinnen können und haben ein Team, das mit Leidenschaft und einem gemeinsamen Ziel bereit dazu ist, den Job zu erledigen."
Mit dieser radikalen Entscheidung werden aber gleichzeitig die Zweifel am Gesundheitszustand von Bernal ausgeräumt: Dieser war zu den Schlussetappen der Dauphiné-Rundfahrt am letzten Wochenende trotz aussichtsreicher Position in der Gesamtwertung mit Rückenbeschwerden nicht mehr angetreten.
Tour: Bernal jagt wieder Gelbes Trikot
"Egan wird in Frankreich wieder das Gelbe Trikot anvisieren und wir freuen uns, dass Richard Carapaz, der Giro-Sieger des letzten Jahres, sein Tour-Debüt geben wird", so Brailsford.
Neben Bernal wurden folgende sieben Helfer für die Tour 2020 ins Aufgebot berufen:
Andrey Amador (Costa Rica), Richard Carapaz (Ecuador), Jonathan Castroviejo (Spanien), Michal Kwiatkowski (Polen), Luke Rowe (Großbritannien), Pavel Sivakov (Russland) und Dylan van Baarle (Niederlande).
Froome zur Vuelta, Thomas beim Giro
Für Froome und Thomas war in dieser Riege kein Platz, Brailsford rief andere Ziele für die beiden Stars aus: Thomas soll beim Giro d'Italia im Oktober um den Gesamtsieg kämpfen, Froome wird Kapitän bei der Vuelta a Espana, die am 8. November endet.
"Geraints Ziel wird der Giro sein, wo er die Chance hat, seinem Tour-Sieg einen weiteren Titel bei einer Grand Tour hinzuzufügen. Chris hat unglaublichen Kampfgeist bei seiner Rückkehr nach dem schweren Sturz im letzten Jahr gezeigt und wir wollen ihn dabei unterstützen, bei der Vuelta um einen weiteren Grand-Tour-Titel zu kämpfen. Die Vuelta gibt ihm etwas mehr Zeit, seine Fortschritte zurück aufs Top-Niveau fortzusetzen", erläuterte Brailsford.
Froome fehlt das "Selbstvertrauen"
Froome hat mit der Entscheidung offenbar kein Problem. "Es ist gut, jetzt die Klarheit zu haben, dass die Vuelta mein großes Saisonziel ist. Ich wünsche dem Team und Egan für die Tour alles Gute", sagte er. "Es ist schon eine Umstellung für mich, von der Tour zur Vuelta", sagte Froome, "aber wenn ich bedenke, von wo ich komme nach dem Horrorsturz, bei dem viele Knochen gebrochen waren, dann bin ich glücklich, dass ich wieder Rennen fahren kann."
Er habe keine Schmerzen mehr, die Verletzungen seien ausgeheilt, "ich habe aber noch nicht das Selbstvertrauen, dass ich meinen Job schon wieder voll erfüllen kann, so wie es bei der Tour de France nötig wäre. Von daher ist es realistischer, die Vuelta in Angriff zu nehmen", so Froome.
Die Vuelta wird also sein letzter großer Auftritt im Trikot von Ineos (früher Sky) sein. Ab 2021 fährt Froome für Israel Start-Up Nation (ISN) und soll in der Mannschaft des deutschen Trios Andre Greipel, Rick Zabel und Nils Politt die Führungsrolle übernehmen.
(SID)
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