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Tour de France 2020: Die deutschen Fahrer in der Übersicht
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Publiziert 27/08/2020 um 19:21 GMT+2 Uhr
Ein Podiumsanwärter mit Emanuel Buchmann, etliche Tour-Etappensieger früherer Jahre wie John Degenkolb, Tony Martin, Andre Greipel und Simon Geschke, Hoffnungsträger für die Zukunft wie Lennard Kämna und Maximilian Schachmann, dazu routinierte Helfer und Debütanten: Wir stellen Euch die zwölf deutschen Teilnehmer unter den 176 Startern der Tour de France 2020 hier kompakt und im Check vor.
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Fotocredit: Eurosport
Nikias Arndt (Team Sunweb/1991/Buchholz)
Check: Spielt in seinem Team die Rolle, die auch Tony Martin als "Road Captain" bei Jumbo ausfüllt. Mit dem entscheidenden Unterschied: Sunweb hat keinen Topmann fürs Gesamtklassement. Arndt erhält umso mehr Freiheiten, bei der Vuelta 2019 kam er so zu einem Etappensieg.
Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe/1992/Ravensburg) -
Check: Auf Buchmann ruhen die deutschen Gelb-Hoffnungen. Im Vorjahr Vierter, in diesem Jahr peilt er das Podest an. Startet nach einem Sturz bei der Dauphiné aber angeschlagen.
John Degenkolb (Lotto-Soudal/1989/Gera)
Check: Der bislang letzte deutsche Etappensieger (Roubaix 2018) wird für Sprintstar Caleb Ewan schuften müssen, auf mittelschweren Etappen aber seine Chance erhalten. Kämpft gegen den Ruf, keine großen Siege mehr in den Beinen zu haben.
John Degenkolb kam leider nach Sturz auf der 1. Etappe mit so großem Rückstand ins Ziel, dass er aus dem Rennen genommen wurde.
Simon Geschke (CCC Team/1986/Berlin)
Check: Stark am Berg. Das hügelige Profil der 107. Tour kommt ihm entgegen. Könnte in Fluchtgruppen für Furore sorgen und sich so für andere Teams empfehlen. Der Hauptsponsor seines Teams zieht sich am Saisonende zurück.
Andre Greipel (Israel Start-up! Nation/1982/Rostock)
Check: Der "Gorilla" will es noch einmal wissen. Elf Etappensiege hat der Erfolgssprinter auf dem Konto. Dass weitere hinzukommen, ist fraglich. Mit 38 Jahren gehört zum alten Eisen. Sein Team hat zur kommenden Saison Chris Froome unter Vertrag genommen. Die zehnte dürfte seine letzte Teilnahme sein.
Lennard Kämna (Bora-hansgrohe/1996/Wedel)
Bisherige Teams: Team Stöting (2015 bis 2016), Team Sunweb (2017 bis 2019), Bora-hansgrohe (seit 2020)
2. Tour-Teilnahme, beste Tour-Platzierung: 40. (2017) -
Größte Erfolge: Etappensieger Criterium du Dauphine (2020), Teamzeitfahr-Weltmeister (2017), WM-Zweiter U23-Straßenrennen (2017), Junioren-Weltmeister Einzelzeitfahren (2014) -
Profisiege: 1
Check: Kämna ist als Helfer für Buchmann eingeplant - und in Top-Form. Sein erster Profisieg bei der Dauphine wurde vom Sturz Buchmanns überschattet. Schwächelt Buchmann, könnte er auf eigene Faust um Etappensiege und eine starke Platzierung in der Gesamtwertung kämpfen.
Roger Kluge (Lotto-Soudal/1986/Eisenhüttenstadt) -
Check: Kluge ist ein treues Arbeitstier und in Lottos Sprintabläufen immens wichtig. Selbst wird er eher selten in Erscheinung treten.
Jonas Koch (CCC Team/1993/Schwäbisch Hall)
Check: Der Debütant ist ein sprintstarker Allrounder. Bestritt bei der Vuelta im Vorjahr seine erste Grand Tour. Nun die Premiere auf der größten Bühne des Radsports.
Tony Martin (Jumbo-Visma/1985/Cottbus)
Check: Die Zeit, in der Martin um (Zeitfahr-)Siege und Tage im Gelben Trikot bei der Tour kämpfte, ist vorbei. Das macht den viermaligen Zeitfahr-Weltmeister nicht weniger wertvoll: Der Routinier dirigiert den Jumbo-Tross durch die langen Etappenabschnitte, diktiert das Tempo.
Nils Politt (Israel Start-up! Nation/1994/Köln)
Check: Politt fährt zum ersten und einzigen Mal eine Tour für das Israel-Team - ab 2021 ist er Bora-Profi. Wird sich bei der Tour in Ausreißergruppen blicken lassen, einige mittelschwere Etappen sind ganz nach dem Geschmack des starken Klassikerfahrers.
Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe/1994/Berlin)
Check: Die Große Schleife dürfte für ihn zur Tour der Leiden werden. Der Ex-Meister hat sich bei der Lombardei-Rundfahrt das Schlüsselbein gebrochen. Wird als starker Allrounder viel gefordert sein.
Max Walscheid (NTT Pro Cycling/1993/Neuwied)
Check: Der baumlange Tour-Debütant darf sich in den Sprints austoben, kann wertvollste Erfahrungen sammeln und für spätere Aufgaben lernen. Top-10-Platzierungen in den Massensprints wären ein großer Erfolg.
(SID)
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