Tour de France: Bora hofft Start auf Buchmann und Schachmann
Vor dem Start der Tour de France 2020 (ab 29. August täglich live bei Eurosport) bangt Team Bora-hansgrohe weiter um seine drei Topfahrer Emanuel Buchmann, Maximilian Schachmann und Gregor Mühlberger. Die Chancen, dass "der ganze Wunschkader" um Tour-Kapitän Buchmann und seine zwei Edelhelfer in Nizza an den Tour-Start gehen könne, bezeichnete Teamchef Ralph Denk als "fifty-fifty".
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Im Podcast "Windkante" sprach Ralph Denk mit Eurosport-Kommentator Karsten Migels und erklärte, dass man bei Buchmann "jetzt alles auf gute Physiotherapie" setze, beim Tour-Vierten des Vorjahres seien nach dem Sturz bei der Dauphiné die "Hämatome an Rücken und Steißbein das größere Problem als die Hautabschürfungen".
Der ebenfalls in Frankreich gestürzte Gregor Mühlberger habe ein "stark gestauchtes Handgelenk". Es wird versucht, dem Österreicher eine Schiene anpassen zu lassen, mit der Training auf dem Rad dann möglich sein könne.
Denk machte aber deutlich, dass man eventuell die Podiums-Ambitionen für die Tour de France überdenken müsse:
"Wenn der Wochenendblock an Training nicht durchgezogen werden kann - und der ist extrem wichtig - dann muss man schon daran denken, kleinere Brötchen bei der Tour zu backen - sofern wir überhaupt welche backen können, sofern sie überhaupt an den Start können. Das gilt für alle drei."
Drittes und am schwersten getroffenes Sturzopfer aus dem Bora-Tourkader ist Maximilian Schachmann. Der Deutsche Meister brach sich bei der Lombardei-Rundfahrt das Schlüsselbein. Bei ihm stehe die Chance auf einen Start bei der Tour "bei 10%, darauf hoffen wir", so Denk.
Man habe die "Entscheidung gegen eine Operation getroffen, denn dann wäre die Tour gelaufen gewesen. Die Heilung wäre zwar vielleicht schneller, aber das Risiko bei einem neuen Sturz ist mit Schrauben und Platte am Knochen höher als bei konventioneller Behandlung. Ein paar Tage vor der Tour entscheidet man, ob es geht oder nicht", fasste der Manager die Situation um den Sieger von Paris-Nizza zusammen.
Es gebe natürlich derweil einen Plan B, noch sind andere Fahrer für die Tour nominierbar.
Denk bedauerte derweil, dass durch die Stürze der Triumph von Lennard Kämna auf der vorletzten Dauphiné-Etappe zu sehr unterging: "Für ihn tat es mir sehr leid, dass sein größter Erfolg davon verdrängt wurde: Dieser Sieg hätte noch viel mehr strahlen sollen!"
Insgesamt zeigte sich Denk mit den Leistungen des Teams seit dem Restart "zufrieden, Note 2 würde ich sagen". Bei Mailand-Sanremo "wäre aber mehr drin gewesen als Platz vier" und Pascal Ackermann habe bei der "Polen-Rundfahrt noch die Spritzigkeit gefehlt".
Bei der Tour geht es ab nächster Woche für Bora dann aber nicht nur um die Gesamtwertung. Peter Sagan soll einmal mehr ums Grüne Trikot kämpfen und mindestens einen Etappensieg erhofft sich sein Chef auch vom mehrfachen Weltmeister.
Die aktuelle Folge des Windkante-Podcasts hört Ihr hier in voller Länge!
Das könnte Dich auch interessieren: "Unrealistisch, dass ich fahre": Schachmann droht Tour-Aus
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-501de6cc-5a93-472f-ba7e-2a32bf0eb94e-68-310-310.jpeg)