"Ich brauche das gar nicht zu leugnen: Athletisch bin ich eine Flasche", gestand Ackermann dort, als er mit seinem alten Jugend-Trainer Frank Ziegler im Kraftraum des Sportgymnasiums Kniebeugen machte und nicht richtig runter kam. Durch ein Ungleichgewicht zwischen Radkilometern und Krafttraining sowie Stretching sei Ackermanns Muskulatur verkürzt, analysierte Ziegler, und Ackermann stimmte zu:
"Die Corona-Saison war am Ende durch die vielen Rennen so intensiv, dass zwischendrin gar keine Zeit war für Krafttraining. Da will ich was ändern. Krafttraining wird wieder ganz wichtig nächstes Jahr", sagte er. "Wir fahren im Finale mittlerweile so große Gänge, ein 55er Kettenblatt vorne, das muss man erstmal rumkriegen."
Erfolgreich war Ackermann 2020 aber auch mit verkürzter Muskulatur: zwei Etappensiege und die Punktewertung bei Tirreno-Adriatico und zwei Etappensiege bei der Vuelta a Espana holte er nach der Corona-Pause.
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Trotzdem lief nicht alles glatt und der steile Aufstieg des Sprint-Asses aus den zwei vorangegangenen Jahren wurde etwas gebremst. Erstmals in seiner Karriere verließ er die Polen-Rundfahrt ohne Tageserfolg und bei den Deutschen Meisterschaften musste er sich im direkten Sprintduell Marcel Meisen (Alpecin - Fenix) geschlagen geben. 2021 soll die Erfolgskurve nun wieder ansteigen - mit mehr Kraft und dadurch mehr Mobilität im ohnehin schon starken Sprinterbein.
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