Der Sturz, bei dem sich zahlreiche Fahrer auch verletzten, hatte eine hohe mediale Aufmerksamkeit hervorgerufen. Durch den Rückzug der Klage soll nun wieder etwas Ruhe einkehren, so der Wunsch der Veranstalter.
Laut Thouault soll damit auch wieder "die Aufmerksamkeit auf die Fahrer und nicht auf das Publikum gerichtet werden". Die Zuschauer forderte er aber auf, sich an die Sicherheitshinweise und -regeln zu halten.
Das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die 30-jährige Französin läuft dennoch weiter. Am Donnerstag bestätigte Nicolas Duvinage von der Polizei im Département Finistère gegenüber der französischen Nachrichtenagentur "AFP": "Im Moment ist sie noch in Haft." Dies sei für bis zu 24 Stunden möglich.
Tour de France
Tour-Vorschau, 6. Etappe: Am Ort, an dem für "Cav" alles begann
30/06/2021 AM 20:18
Da sich die Frau am Mittwoch gegen 14 Uhr der Polizei stellte, dürfte sie somit am Donnerstag vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Der Zuschauerin drohen bis zu drei Monate Freiheitsstrafe und 15.000 Euro Geldbuße, hinzu kommt der Tatbestand der Unfallflucht.
Der spanische Movistar-Profi Marc Soler, der sich Brüche an den Armen zugezogen hatte, kündigte trotz des Klage-Rückzugs der Veranstalter juristische Schritte an. "Ich denke, ich werde die Zuschauerin verklagen", sagte er der spanischen Zeitung "La Vanguardia": "Meine ganze Tour wurde weggeschmissen, und ich verspüre großen Zorn."
Die Zuschauerin, die laut Medienberichten 30 oder 31 Jahre alt sein und aus dem nordwestfranzösichen Finistère stammen soll, hatte sich am Mittwoch der Polizei gestellt und war in Gewahrsam genommen worden.
Das könnte Dich auch interessieren: Analyse: Ineos & Jumbo sollten jetzt über Kooperation nachdenken

Unglaubliche Szene: Zuschauerin löst mit Schild Massensturz aus

Tour de France
Pogacar im Zeitfahren in eigener Liga, Sekundenkrimi um Gelb
30/06/2021 AM 15:24
Tour de France
Martin kritisiert Fahrerprotest: "Eine Lachnummer"
30/06/2021 AM 12:49