Wie eine Quelle aus dem direkten Umfeld der Ermittlungen erklärte, soll es sich um eine Französin handeln, die 30 Jahre alt ist und bislang nicht polizeibekannt war.
Die Vernehmung der Beschuldigten soll in Landerneau stattfinden, ihre Festnahme sei gegen 14:00 Uhr am Mittwoch erfolgt.
Vorerst wollte die zuständige Staatsanwältin aus Brest, Camille Miansoni, nur bestätigen, dass sich "eine Person in Untersuchungshaft genommen wurde, gegen die plausible Gründe vorliegen, dass sie die ihr vorgeworfenen Fakten begannen hat". Mehr wolle man am Donnerstagmittag verkünden.
Tour de France
Exklusiv: Unfallopfer Sütterlin reagiert auf mögliche Klage gegen Sturzverursacherin
28/06/2021 AM 09:17
Die Polizei hatte bereits am Samstagabend einen Zeugenaufruf in den sozialen Medien formuliert. Ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde eingeleitet, der Zuschauerin drohen bis zu drei Monate Freiheitsstrafe und 15.000 Euro Geldbuße, hinzu kommt der Tatbestand der Unfallflucht. Zudem könnten Schadenersatzforderungen gegen die Täterin erhoben werden.
Mehrere Dutzend Zeugenbefragungen der Ermittlungsbehörden in den letzten Tagen führten letztlich auf ihre Spur.
Rund 45 Kilometer vor dem Ziel der ersten Tour-Etappe in Landerneau war am Samstag eine junge Frau mit dem Rücken zum heranrasenden Feld auf die Straße getreten. In den Händen trug sie ein Schild mit der Aufschrift "Allez Omi-Opi" und hielt dieses lachend in die Motorrad-Kamera. Der deutsche Profi Tony Martin an der Spitze des Pelotons prallte aus voller Fahrt in das Plakat, was einen Massensturz auslöste. Mindestens 30 Fahrer kamen zu Fall, ein Dutzend zog sich Verletzungen zu.
Der deutsche Profi Jasha Sütterlin musste das Rennen aufgrund der Sturzverletzungen aufgeben, gegenüber Eurosport nahm er exklusiv Stellung zu einer möglichen Klage gegen die Frau.
Polizeiangaben zufolge hat sich die Frau danach vom Unfallort entfernt. Aufgrund der Aufschrift auf dem Schild war ihre Herkunft im deutschsprachigen Raum vermutet worden.
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