Julian Alaphilippe über seinen Horror-Sturz: Todesangst nach Crash - "Bin nicht mehr derselbe"

Erstmals hat Julian Alaphilippe über seinen bösen Sturz und die körperlichen wie seelischen Folgen des Crashes gesprochen, bei dem er sich Ende April schwer verletzte. Lange hatte der Weltmeister sich nicht zu den bangen Momenten bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und den harten Tagen danach geäußert, zu schmerzhaft war die Erinnerung. Jetzt gewährte der "L'Equipe" Einblicke in sein Seelenleben.

Schockmoment - schwerer Massensturz überschattet Klassiker

Quelle: Eurosport

Alaphilippe erlitt beim dem Sturz während des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich einen Schulterblattbruch, zwei Rippenbrüche und einen Pneumothorax.
Seine Erinnerung an den Unglücksmoment bei über 70 km/h selbst schildert er nun erstmals im Interview. Er wisse noch "von der Geschwindigkeit, dem Aufprall und vor allem dem Geräusch des Aufpralls", so Alaphilippe, bevor er stockend von seiner Angst berichtet:
"Was mich am nachhaltigsten geprägt hat, war die Atemnot - zu spüren, dass da etwas in dir hochsteigt", beschreibt er die Lungenverletzung. "Du kannst nichts tun, hast keine Kontrolle mehr. Du siehst dich fast verschwinden ... Es geht mir nahe, darüber zu sprechen."
Die Situation war besonders dramatisch, weil Alaphilippe unterhalb der Straße lag: "Niemand hat mich dort im Graben gesehen", nur sein französischer Landsmann Romain Bardet bemerkte ihn und eilte zu Hilfe.

Alaphilippe ist Bardet für immer dankbar

"Ich werde ihm ewig dafür dankbar sein", betonte der 30-Jährige die Bedeutung der Aktion, durch welche die Rettungskräfte erst auf ihn aufmerksam gemacht wurden.
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Hilfe nach schwerem Crash: Bardet eilt zu Sturzopfer Alaphilippe

Quelle: Eurosport

Der Sturz habe ihn verändert, macht der Klassiker-Spezialist nun deutlich. "Ich bin nicht mehr derselbe wie vorher, das ist sicher. Das war mit Abstand der schwerste Sturz meiner Karriere, er hat viele Dinge verändert und ist der Grund, warum ich inzwischen so bin. Ich nehme die Dinge anders, habe mir so viele Fragen gestellt."
Besonders die ersten Tage im Krankenhaus seien sehr schwer gewesen. "Ich habe wirklich gelitten und wünsche das niemand. Ich habe in der Klinik versucht, gute Miene gegenüber meinem engsten Kreis zu wahren, aber psychologisch war ich wirklich komplett am Boden. Ich dachte unaufhörlich daran, dass dieser Sturz meine Karriere hätte beenden können."
Inzwischen hat Alaphilippe bei den Landesmeisterschaften in Frankreich am letzten Sonntag sein Comeback im Rennsattel gegeben und einen starken 13. Platz erreicht, wurde aber dennoch nicht für die Tour de France nominiert. Sein Fernziel dürfte nun ein erneuter WM-Titel bei den Weltmeisterschaften in Australien im September sein.
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Cycling : Top 5 epic finishes with early celebrations (ambient sound with music)

Quelle: Eurosport

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