Tour de France 2022 - Kämna plötzlich Bora-hansgrohes Kandidat fürs Klassement? "Nicht unbedingt"

Lennard Kämna ist nach seinem Beinahe-Etappensieg an der Super Planche des Belles Filles auf den 17. Rang in der Gesamtwertung der 109. Tour de France geklettert. Doch auch wenn Bora-hansgrohe-Kapitän Aleksandr Vlasov seit seinem Sturz am Donnerstag Rückenschmerzen hat, wird es beim deutschen Team wohl keinen Rollentausch geben: Kämna werde nicht zum Mann fürs Klassement, betonte das Team.

Tour-Highlights, 7. Etappe: Kämna fehlen 100 Meter zur Krönung

Quelle: Eurosport

"Das glaube ich nicht unbedingt", sagte Kämna nach seinem vierten Etappenrang auf der 7. Etappe auf die Frage, ob er die Kapitänsbinde möglicherweise übergeben bekommen könnte.
Erst 100 Meter vor dem Ziel war Kämna bei der ersten Bergankunft dieser 109. Frankreich-Rundfahrt durch die Top-Favoriten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard überholt worden.
Der Deutsche Zeitfahrmeister fuhr lange in der Ausreißergruppe und erreichte die Schlusssteigung noch mit rund anderthalb Minuten Vorsprung aufs Hauptfeld - kein komfortables Polster und für Kämna doch beinahe genug, um zu gewinnen.
"Er fuhr, obwohl er schon 70 Kilometer vorne war, eine Weltklassezeit da rauf", lobte Sportdirektor Rolf Aldag seinen Etappenjäger für dessen große Leistung. Einen Rollentausch zog aber auch er nicht in Erwägung.
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Dramatisches Finale: Kämna verliert Sieg auf den letzten Metern

Quelle: Eurosport

"Wenn Aleks mit dem Zeitrückstand, den er jetzt hat, in Paris ankommt, dann ist er sicher auf dem Podium", erklärte Aldag bei "radsport-news.com", dass der Traum vom Podestplatz mit dem Russen noch längst nicht ausgeträumt sei. "Wenn aber jeden Tag jetzt 1:20 Minuten dazukommen, dann wird es nicht reichen."

Für Vlasov ist noch nichts verloren

Vlasov hat in dieser Saison die Valencia-Rundfahrt sowie die Tour de Romandie gewonnen, war Dritter der Baskenland-Rundfahrt und im Juni bei der Tour de Suisse auf dem Weg zum Gesamtsieg, bis er wegen eines positiven Coronatests aufgeben musste. Zur Tour kam er in Top-Form und als heißer Podiumskandidat.
Ein Sturz im Finale der 6. Etappe am Donnerstag kostete ihn, dank der Hilfe seiner Teamkollegen, zwar keine Zeit. Am Freitag aber litt er deshalb unter Rückenschmerzen und konnte in der Schlusssteigung zur Super Planche des Belles Filles überraschend nicht mit den Besten mithalten. Er büßte 1:39 Minuten auf Tagessieger Tadej Pogacar ein - und knapp anderthalb Minuten auf seine direkten Konkurrenten ums Podium wie Primoz Roglic, Geraint Thomas oder David Gaudu.
Ausreißer Kämna fuhr die Schlusssteigung schneller hinauf als sein russischer Kapitän im und hinter dem Hauptfeld. Deshalb waren bei den Beobachtern rund um den Teambus die Fragen aufgekommen, ob Bora-hansgrohe nun auch in der Gesamtwertung eher auf den Deutschen setzen sollte als auf den Russen.
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Trotz bitterem Tag: Die Richtung stimmt bei Bora

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