Tour de France - Jonas Vingegaard zeigt Verständnis für Doping-Fragen: "Sonst passiert es wieder"

Jonas Vingegaard hat nach dem nächsten Schlagabtausch mit Tadej Pogacar auf der 15. Etappe auf Fragen nach Doping reagiert und Verständnis für die Skepsis gezeigt. "Ich kann die Fragen zu diesem Thema aufgrund der Vergangenheit unseres Sports vollkommen nachvollziehen", sagte der Titelverteidiger vom Team Jumbo-Visma am Sonntag in Saint-Gervais Mont-Blanc - und begrüßte das Misstrauen überdies.

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Quelle: Eurosport

"Es ist sogar gut, skeptisch zu sein, weil es sonst wieder passieren wird", erklärte Vingegaard nach der ersten Alpen-Bergankunft, auf der er seinen Rivalen Pogacar einmal mehr in Schach hielt und mehrere Attacken des Slowenen abwehren konnte.
Seit mehr als zwei Wochen liefern sich die beiden Giganten nunmehr einen epischen Schlagabtausch und rufen beinahe übermenschliche Leistungen ab. Einigen Aufzeichnungen zufolge fuhren Vingegaard und Pogacar am Samstag auf den ersten zehn Kilometern am Col de Joux Plane noch schneller als Marco Pantani dort 1997 - den Rekord des Italieners verpassten sie nur wegen ihrer Stehversuche, als Vingegaard wieder zu Pogacar aufgeschlossen hatte.
Auch daher kommen immer wieder Fragen nach unerlaubten Substanzen auf. "Es ist wahr, dass wir schnell sind, sogar schneller als sie", räumte der Mann im Gelben Trikot in Le Bettex ein, beteuerte aber dennoch: "Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich nichts nehme."
Schon im zurückliegenden Jahr musste sich Vingegaard nach seinem Gewinn der Tour de France Nachfragen zu unerlaubten Substanzen gefallen lassen - ähnlich wie seine Kollegen vom dominierenden niederländischen Team Jumbo-Visma.
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Quelle: Eurosport

Vingegaard erklärt Leistunsgssteigerung

Wout Van Aert hatte damals ungehalten auf das Misstrauen der Journalisten reagiert. "Das ist eine Scheiß-Frage. Ich habe keine Lust, darauf zu antworten", schimpfte der Belgier 2022 und beklagte: "Jedes Mal, wenn jemand gewinnt, kommt das auf. Müssen wir uns verteidigen, weil wir so stark sind? Ich begreife es nicht - wir arbeiten so hart dafür!"
Vingegaard hatte die Skepsis schon damals bestimmt aber geduldig zurückgewiesen - und zeigte auch diesmal Verständnis für die Fragen.
Vielmehr versuchte er zu erklären, wie die starken Leistungen - auch im Vergleich zur dunklen Zeit des Radsports - zustande kommen können. "Die Ausrüstung, die Ernährung, das Training, alles hat sich geändert. Das erklärt, warum die Leistungen besser werden", analysierte der 26 Jahre alte Däne.
Dennoch, so wiederholte Vingegaard, sei ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Radsport weiterhin hilfreich.
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Quelle: Eurosport

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