Teamchef Patrick Lefevere blickt mit großer Skepsis auf Tour-Debüt von Remco Evenepoel: "Haben Zweifel"

Patrick Lefevere, Teamchef der Mannschaft Soudal-Quick Step, blickt mit großer Skepsis auf das mögliche Tour-de-France-Debüt seines Superstars Remco Evenepoel 2024. "Wir haben immer noch Zweifel, ob er bei der Tour de France gegen Jungs wie Vingegaard und Pogacar bestehen kann". sagte der Belgier gegenüber "La Dernière Heure". Vor allem der Ausstieg beim Giro 2023 habe diese Zweifel genährt.

Remco Evenepoel

Fotocredit: Getty Images

Lefevere hätte sich gewünscht, dass sein belgischer Superstar die Italien-Rundfahrt bis zum Ende gefahren wäre und den Kampf mit seinen Kontrahenten über die vollen drei Wochen hätte bestreiten können.
Evenepoel musste jedoch aufgrund einer Corona-Erkrankung bereits vor dem Ende der Grand Tour das Fahrerfeld verlassen. Zuvor hatte er schon zwei Etappe gewonnen und führte die Gesamtwertung um das Rosa Trikot an.
"Uns wäre es lieber gewesen, er hätte den Giro drei Wochen lang genießen können, bevor er die Tour de France entdeckt. Aber wegen der vielen Rückschläge in diesem Jahr muss er sich sofort in der Tour wiederfinden", so der Teamchef.

Lefevere: Fusion-Debatte "keine schöne Zeit"

Vor einigen Wochen hatte der Teamchef des World-Tour-Teams noch ganz andere Sorgen. Das Team Jumbo-Visma rund um Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard wollte sich mit dem Team des Belgiers fusionieren.
"Es war keine schöne Zeit, aber für die Fahrer und das Teampersonal war es noch schlimmer. Sie haben berechtigte Fragen gestellt und ich habe alles getan, um sie nicht zu enttäuschen", beschrieb der 68-Jährige die Situation innerhalb des Teams während der Verhandlungen.
Dabei habe er sich selbst immer gegen eine Fusion der beiden Teams ausgesprochen und dies auch den Verantwortlichen mitgeteilt.

Teamchef schließt Teamverkauf nicht aus

"Als die Haupteigentümer des Teams diskutierten, schlug ich vor, dass wir das Jahr 2025 anstreben, aber sie wollten schneller sein. Es gibt einen Mehrheitsaktionär, und wenn der sich zum Verkauf entschließt, kann man nichts machen", erzählte Lefevere.
Doch mit dem Scheitern des Zusammenschlusses ist ein Verkauf der Mannschaft keinesfalls vom Tisch. "Die Angelegenheit ist geklärt, aber das bedeutet nicht, dass unser Team nicht andere Wege gehen kann", mahnte der Belgier zur Vorsicht.
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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024

Quelle: Eurosport

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