Tour de France 2024 - Tadej Pogacar zeigt Jonas Vingegaard am Pla d'Adet die Grenzen auf und gewinnt die 14. Etappe

Tadej Pogcar hat am Pla d'Adet in den Pyrenäen die 14. Etappe der Tour de France 2024 gewonnen und all seinen Kontrahenten ums Gelbe Trikot dabei viel Zeit abgenommen. Der Slowene setzte sich bei der ersten Pyrenäen-Bergankunft mit 39 Sekunden Vorsprung vor Jonas Vingegaard und 1:10 Minuten vor Remco Evenepoel durch, nachdem sein UAE Team Emirates den ganzen Tag das Rennen bestimmt hatte.

Highlights: Pogacar vollbringt Meisterleistung am Berg

Quelle: Eurosport

Pogacar attackierte im 10,6 Kilometer langen Schlussanstieg rund 4,5 Kilometer vor dem Ziel mit einem beeindruckend explosiven Antritt.
Er fuhr zu seinem kurz zuvor enteilten Edelhelfer Adam Yates vor, nutzte noch für einige 100 Meter dessen Windschatten und setzte seine Fahrt zum zweiten Etappensieg dann allein fort.
Vingegaard konnte Pogacars erstem Antritt schon nicht ganz folgen, blieb dann für etwa einen Kilometer aber bei rund zehn Sekunden Rückstand auf Tuchfühlung, bevor anschließend die Lücke aber immer weiter aufging.
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Kampf um jede Sekunde: Pogacar brilliert am Pla d'Adet

Quelle: Eurosport

"Das war Instinkt heute. Wir wollten um den Etappensieg fahren, aber eher im Sprint. Adam hat dann attackiert und Visma musste den Abstand managen. Ich dachte, wenn ich zu ihm aufschließen kann, dann kann er mir noch ein wenig helfen – das hat perfekt funktioniert", freute sich Pogacar.
"Das war eigentlich nicht der Plan, aber dass ich sogar einen Abstand herausfahren konnte, ist natürlich noch besser. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team, das einen großartigen Job gemacht hat. Ich widme ihnen meinen Sieg! Ich bin sehr glücklich, jetzt sollten wir das aufrechthalten und die Position halten."
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Pogacar nutzt goldene Chance gegen Vingegaard: "Das war Instinkt"

Quelle: Eurosport

Pogacar jetzt 1:57 vor Vingegaard

In der Gesamtwertung hat Pogacar dank der Bonifikationen für den Etappensieg seinen Vorsprung nicht nur um 39 Sekunden, sondern um deren 43 ausgebaut. Vingegaard hat als neuer Gesamtzweiter nun 1:57 Minuten Rückstand auf den Slowenen, Evenepoel als Dritter 2:22 Minuten. Pogacar-Teamkollege Joao Almeida folgt bei 6:01 Minuten auf Gesamtrang vier vor Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers / + 6:09).
Pogacar führt auch weiterhin in der Bergwertung, wo er nun 56 Punkte auf dem Konto hat. Zweiter ist dort nun ebenfalls Vingegaard mit 43 Punkten. Der Däne wird daher das Bergtrikot am Sonntag stellvertretend tragen.
Das Grüne Trikot behauptete Biniam Girmay (Intermarché-Wanty), das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers gehört Evenepoel und die Teamwertung dominiert das UAE Team Emirates.
Nach dem Start in Pau entbrannte sofort ein harter und schneller Kampf um die Plätze in der Spitzengruppe des Tages. Es dauerte bis in den Wallfahrtsort Lourdes, dass sich ein erstes Quartett um Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) absetzen konnte. Die Gruppe wuchs dann anschließend nach und nach auf 23 Mann an, zerfiel aber nach dem von Bryan Coquard (Cofidis) gewonnenen Zwischensprint im Anstieg zum Col du Tourmalet sehr schnell wieder.
Mit dabei war auch Simon Geschke (Cofidis), doch der Freiburger musste rund sieben Kilometer vor dem 2.115 Meter hohen Pyrenäen-Gipfel abreißen lassen. Den Ehrenkategorie-Bergpreis sicherte sich mit einer harten Attacke der Spanier Oier Lazkano (Movistar) und nach der rasanten Abfahrt ins Adour-Tal waren noch zehn Mann vorne beisammen.

Politt mit starker Vorarbeit für Pogacar

Maximal hatten die Ausreißer zwischenzeitlich 4:15 Minuten Vorsprung. Doch unter dem Tempodiktat von Nils Politt (UAE Team Emirates), der das Feld den gesamten Tourmalet hinauf und hinunter und anschließend auch bis in den nächsten Anstieg hinein bis 35 Kilometer vor Schluss anführte schmolz die Lücke auf 2:30 Minuten zusammen.
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105 km/h! Peloton rast den Tourmalet hinunter

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An der Hourquette d'Ancizan (2. Kat.) schraubte dann Marc Soler für UAE den Rückstand zur Spitze auf 1:15 Minuten weiter herunter, während vorne nur noch fünf Mann übrig blieben: David Gaudu (Groupama-FDJ), Oier Lazkano (Movistar), Louis Meintjes (Intermarché-Wanty), Michal Kwiatkowski (Ineos Grenadiers) und Ben Healy (EF Education-EasyPost). In der technisch schwierigen Abfahrt baute das Quintett seinen Vorsprung nochmal um 15 Sekunden aus, doch auf sieben flachen Kilometern im Neste-Tal und dann auch im Schlussanstieg kam das Feld wieder immer näher.
Gleich zu Beginn der Steigung zum Pla d'Adet attackierte dann Healy zweimal und entledigte sich all seiner Begleiter. Er hielt seinen Vorsprung zum von Pavel Sivakov und dann Joao Almeida angeführten Favoritenfeld konstant bei knapp einer Minute, bis dann sieben Kilometer vor dem Ziel aber Yates hinten attackierte.

Yates als 'Relais-Station' für den Mann in Gelb

Der Brite fuhr anschließend Sekunde um Sekunde näher an den Iren heran und schaffte etwas mehr als vier Kilometer vor dem Ziel den Anschluss. Kurz zuvor aber hatte auch Pogacar hinten aus der noch rund eine halbe Minute zurückliegenden Favoritengruppe bereits seine explosive Attacke geritten.
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Machtdemonstration in Gelb: Pogacar greift am Pla d'Adet an

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Der Slowene fuhr zu Yates vor, nutzte noch kurz dessen Windschatten und fuhr dann die letzten vier Kilometer allein dem Sieg entgegen. Dahinter verlor Vingegaard auf den letzten 3,5 Kilometern kontinuierlich an Boden, nachdem er sich zuvor für rund 1.000 Meter bei rund zehn Sekunden Rückstand gehalten hatte.
Überschattet wurde Pogacars Siegesfahrt durch die Aktion eines Zuschauers, der an der 2-Kilometer-Marke den Inhalt einer Chipstüte in sein Gesicht schleuderte. Pogacar quittierte das mit einem Kopfschütteln, ließ sich ansonsten aber nicht beirren.
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Weghalsiges Manöver: Cras zieht Kette zurück aufs Blatt

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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024

Quelle: Eurosport


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